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Klettern ohne Sicherung: Bouldern in Aachen

Von: Jessica Küppers
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Fabio Bußmann hat viel Geduld mit Anfängern. Er ist Klettertrainer in Aachen. Foto: Jessica Küppers
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Fabio Bußmann hat viel Geduld mit Anfängern. Er ist Klettertrainer in Aachen.

Aachen. Fabio Bußmann ist nicht nur sportlich, er ist durchtrainiert. Dass der 23-Jährige so fit ist, ist kein Zufall. Der junge Aachener bouldert und bringt es anderen bei – in der Boulderhalle in Aachen. Bouldern ist Klettern ohne Sicherung und Gurte.

 Der Begriff „boulder“ bedeutet übersetzt Fels, weil ursprünglich Felswände in Absprunghöhe genutzt wurden. Deshalb sind auch die künstlichen Wände mit den Noppen zum Festhalten in Kletterhallen maximal vier Meter hoch.

Professionelle Sportkletterer nehmen zudem die Hilfe eines sogenannten Spotters in Anspruch, der vom Boden aus Hilfestellungen geben kann. Er sagt zum Beispiel, welcher Griff in der Nähe ist, und sorgt im Notfall dafür, dass man sicher auf den Füßen landet.

Damit sich Anfänger bei so einem Absprung nicht verletzen, gibt es in der Boulderhalle in Aachen überall Weichbodenmatten. „Wir haben keine Seile, Gurte oder Karabinerhaken beim Klettern“, sagt Fabio. Als Trainer erklärt er Anfängern, wie sie starten können (siehe Video, Webadresse in der Box). Ihn selbst hat das Kletterfieber vor zwölf Jahren gepackt. Seitdem kann er nicht mehr aufhören und ist mehrmals pro Woche in der Halle anzutreffen.

Ähnlich geht es auch den Freundinnen Christin und Laura. Christin hatte anfangs sogar Höhenangst und ist durch Zufall zum Bouldern gekommen. „Ich habe einen Gutschein bekommen“, erzählt sie. Nur deshalb hat sie vor drei Jahren einen Fuß in die Kletterhalle gesetzt und musste schnell feststellen: Das macht Spaß. Seitdem kommt die 27-jährige Aachenerin drei Mal pro Woche zum Trainieren vorbei und hat mittlerweile auch ihre Höhenangst überwunden. Auch die 35-jährige Laura hat im Laufe der Zeit viel dazugelernt. „Tipps von anderen und Abgucken helfen, um besser zu werden“, sagt sie. Aufgeben kam für sie trotz Startschwierigkeiten nicht in Frage.

Weil viele Neu-Kletterer anfangs ihre Beine nicht nutzen, um sich hochzudrücken, ist Muskelkater zu Beginn inklusive. „Das vergisst man am Anfang sehr oft“, sagt Fabio. Dazu komme, dass Anfängern oft die Kraft fehle. Doch wenn man dran bleibe und regelmäßig klettere, sei es ein Ganzkörpertraining, das nicht nur die Kraft sondern auch die Balance verbessere.

Susanne Hilgers, Chefin der Moove Boulderhalle, ist selbst begeisterte Kletterin. Auch deshalb habe sie im März 2010 die Halle am Bahnhof eröffnet. Hin und wieder nutzt auch sie die Gelegenheit und probiert dort neue Tricks im Bouldern aus. Sie und ihr Team seien immer auf der Suche nach neuen Ideen, sagt sie.

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