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Kleiner Elefantenbulle im Kölner Zoo geboren

Von: red/dpa
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Der frisch geborener Elefantenbulle wird von älteren Tieren beschnuppert; links Halbbruder Jung Bul Kne. Foto: Oliver Berg/dpa
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Der frisch geborener Elefantenbulle wird von älteren Tieren beschnuppert; links Halbbruder Jung Bul Kne. Foto: Oliver Berg/dpa

Köln. Die Elefantenherde im Kölner Zoo hat Nachwuchs bekommen: In der Nacht zum Montag wurde ein kleiner Bulle geboren. Wenige Stunden später durchstreifte das noch namenlose Jungtier bereits das Gehege. Das Baby wiegt rund 100 Kilogramm und benötigt bis zu zehn Liter Muttermilch am Tag.

Vater des Jungtiers ist der 1999 im Zoo von Singapur geborene „Sang Raja“. Er ist der jüngere der beiden im Zoo lebenden Zuchtbullen.

Mutter „Marlar“ ist in Köln bekannt: Sie ist der erste Elefant, der am Rhein zur Welt gekommen ist. Viele Kölner wissen noch, wie zum Jahreswechsel 2005/2006 die ganze Stadt auf das Jungtier wartete. Am 30. März 2006 war es dann soweit.

Auch jetzt können Elefantenfans ganz nah dabei sein: Auf der überarbeiteten Website des Kölner Zoos (www.koelnerzoo.de) ist ein Live-Stream geschaltet, der ganz besondere Einblicke in das Leben der Kölner Dickhäuter-Herde samt wuseligem Nachwuchs ermöglicht.

Der kleine Bulle wurde in der Nacht auf Montag inmitten der Elefentengruppe geboren. In der 20.000 Quadratmeter großen Elefantenparkanlage leben die Tiere in einem natürlichen Sozialverband. So haben die Elefantenkühe in der Herde die Möglichkeit zu sehen, wie geboren wird und wie Jungtiere aufgezogen werden, erklärte der Kölner Zoo in einer Mitteilung. Mutter und Jungtier werden dadurch von den erfahrenen „Tanten“ unterstützt.

Für „Marlar“ sei diese Unterstützung 2006 lebenswichtig gewesen. Denn bereits sechs Monate nach ihrer Geburt musste ihre Mutter „Khaing Lwin Htoo“ aufgrund einer bei Elefanten nicht behandelbaren, schweren Blasenerkrankung von ihrem Leid erlöst und eingeschläfert werden. Dennoch gelang die Aufzucht der jungen Elefantendame zu einer prächtigen Kuh.

„Wir sind sehr stolz auf die Entwicklung von ,Marlar‘. Ihre Tanten waren ein vorbildlicher Mutterersatz. ,Marlar‘ ist, auch wenn sie ein Teilwaisenkind war, eine sehr gute Mutter. Sie hat dies im Herdenverband gelernt“, sagte Elefantenkurator und Zoodirektor Theo B. Pagel.

Zwei weitere Kölner Elefantenkühe sind noch trächtig und werden 2017 gebären: „Kreeblamduan“ (34 Jahre) und „Tong Koon“ (30 Jahre)“. Bereits im Januar hatte zudem die 2007 ebenfalls im Zoo geborene „Maha Kumari“ einen kleinen Bullen geboren. Mit ihr ging der Zoo erstmals in die zweite Zuchtgeneration und ist auf einem guten Weg zu einer gewachsenen Herde.

Mit der jüngsten Geburt ist Kölns Dickhäuterherde auf nun 15 Tiere angewachsen. „Marlars“ Jungtier wiegt rund 100 Kilogramm. Wie bei anderen „Elefantensäuglingen“ besteht sein Speiseplan ausschließlich aus Muttermilch, die er bei seiner Mutter säugt. Ein Jungtier trinkt etwa zehn Liter pro Tag.

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