Klagen der Witwe von Frank Zappa abgelehnt

Von: ddp-nrw
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Frank Zappa
Zwei Männer befestigen im mecklenburgischen Bad Doberan ein großes Plakat mit dem Bild von Frank Zappa. Die Witwe des Künstlers streitet mit dem einzigen deutschen Zappa-Fanclub vor dem Landgericht Düsseldorf um die kommerzielle Verwendung des Namens des Künstlers. Foto: dpa

Düsseldorf. Im Rechtsstreit um die Namensrechte von Frank Zappa hat die Witwe des 1993 verstorbenen US-Rockstars eine Niederlage einstecken müssen. Das Landgericht Düsseldorf lehnte nach Angaben einer Sprecherin die Klagen von Gail Zappa am Mittwoch ab.

Die Klägerin war als Vertreterin des „Zappa Family Trust” unter anderem gegen den einzigen deutschen Zappa-Fanclub und die Veranstalter des Musikfestivals „Zappanale” vor Gericht gezogen. Unter anderem wollte sie dem Veranstalter verbieten, weiter ein Fest mit dem Namen „Zappanale” auszurichten. Darüber hinaus wollte sie auch gerichtlich die Produktion von T-Shirts mit dem Bildmotiv des Zappa-typischen Bartes untersagen.

Das Gericht befand jedoch, dass die Bezeichnung „Zappanale” für das in Mecklenburg-Vorpommern stattfindende Rockkonzert in Erinnerung an Frank Zappa keine Verletzung der Rechte der Witwe ist. Auch der typische Zappa-Bart darf wie bisher auf T-Shirts oder Postern weiter abgebildet werden. Das Zeichen ist aus Sicht des Gerichts mit Motiven der Witwe nicht verwechselbar.

Frank Zappa war als Kind sizilianischer Einwanderer in die USA gekommen, er starb im Dezember 1993 im Alter von 52 Jahren. Zu Lebzeiten hatte er rund 60 Alben veröffentlicht. Das Musikfestival Zappanale war 1990 zum ersten Mal veranstaltet worden, mittlerweile besuchen jährlich bis zu 8000 Menschen die Veranstaltung. Mehrere Tausend Unterstützer des Festivals hatten die Zappa-Witwe im Internet in einer Petition aufgefordert, ihre Klagen zurückzuziehen.

Die Zappa-Witwe hatte am Düsseldorfer Landgericht Anfang April 2008 Klage gegen den einzigen deutschen Fanclub ihres Mannes eingereicht. Später hatte sie dann dem Fanclub Zugeständnisse gemacht, woraufhin die Anwälte beider Seiten die Bereitschaft zu einem Vergleich signalisierten. Dazu war es aber doch nicht gekommen.
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