Aachen - Kitastreiks gehen weiter - auch in der Region

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Kitastreiks gehen weiter - auch in der Region

Von: Gerald Eimer
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Kitastreik Mittwoch
Auch am Mittwoch wurde deutschlandweit wieder gestreikt, auch wie hier in Aachen auf dem Münsterplatz. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Stadt Aachen hat an die Gewerkschaften Verdi und Komba appelliert, die Streiks in den Kindertagesstätten zu beenden. „Lasst Vernunft einkehren”, sagte Personaldezernent Heinz Lindgens.

Gemeinsam mit Elke Münich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, betonte er, die besonderen Probleme im Erziehungsbereich erkannt zu haben. „Wir wissen, wie es in den Kitas zugeht”, sagte Lindgens. Seinen Angaben zufolge, arbeite die Stadt seit drei Jahren daran, den Gesundheitsschutz in den Kindergärten zu gewährleisten.

Auch Münich betonte in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, seit längerem mit dem Personalrat im Dialog zu stehen. „Wir wollen die Freude der Erzieherinnen an der Arbeit erhalten. Die Weichen sind gestellt, aber wir brauchen Zeit.”

So seien für den Lärmschutz auch bauliche Veränderungen in den Einrichtungen nötig, die nicht kurzfristig umgesetzt werden könnten. Zudem würde daran gearbeitet, Rückenschäden und psychische Belastungen möglichst zu verhindern. „Das Thema ist in Aachen angekommen”, sagt Münich. Es würde nun „im Rahmen der verfügbaren Ressourcen” abgearbeitet.

Lindgens erklärte, dass er sich durch die Streiks durchaus „auf die Füße getreten” fühle. „Die Gewerkschaften laufen bei uns offene Türen ein, aber wir können nicht Knall auf Fall alle Einrichtungen anders einrichten.”

Zugleich erklärten Lindgens und Münich, die Reaktionen der betroffenen Eltern anders wahrzunehmen als die Gewerkschaften. Die Stadt muss sich derzeit heftige Beschwerden anhören. Gut 250 verärgerte Anrufe habe es seit Streikbeginn vor einer Woche gegeben. Immer wieder würden Eltern auch Kita-Beiträge zurückfordern wollen, was allerdings von der Stadt als aussichtslos eingeschätzt wird. Streik sei höhere Gewalt.

Wie berichtet sind in Aachen von den Streiks insgesamt 58 städtische Kitas sowie Offene Ganztagsschulen an elf Grundschulen betroffen. Rund 700 städtische Mitarbeiterinnen beteiligen sich an den Streiks, die rund 3600 Plätze betreuen. Auch am Mittwoch konnte die Stadt lediglich 260 Plätze für den absoluten Notfall anbieten. Für unter Dreijährige gibt es keine Noteinrichtungen. Die Streiks sollen am Donnerstag fortgesetzt werden.
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