Kirchenvorstand steht zu seinem Vorgehen

Von: Christoph Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Schmidt. Die acht ihres Amtes enthobenen Kirchenvorstandsmitglieder der Pfarre St. Hubertus in Schmidt gehen in die Offensive.

Am Samstag wollen sie ausführlich über die Vorgänge sprechen, die wie berichtet am Donnerstag dazu führten, dass das Bischöfliche Generalvikariat das komplette Pfarrgremium vor die Tür gesetzt hat.

Am Freitag machten die ehemaligen Kirchenvorstände allerdings bereits deutlich, wie sie zu der Bistumsentscheidung stehen: Sie haben kein Verständnis für ihre Entlassung und sehen den Hauptverursacher der Kontroversen in St. Hubertus in Pfarrer Heinz-Josef Biste.

Dass sie Interna aus der Kirchenvorstandsarbeit im Pfarrbrief und per E-Mail öffentlich gemacht haben, ist den Schmidter Kirchenvorstandsmitgliedern zum Verhängnis geworden. Laut Bistum haben sie damit gegen die Pflicht zur Amtsverschwiegenheit verstoßen. In diesen Veröffentlichungen berichtet der Kirchenvorstand von „großen Problemen mit unserem Pfarrer”.

Dabei geht es um finanzielle Angelegenheiten, in erster Linie aber um die Arbeit des ehemaligen Rendanten Konrad Schöller. „Herr Pfarrer Biste möchte Herrn Schöller unbedingt loswerden”, heißt es in einer Veröffentlichung des Kirchenvorstandes. Und an die Gemeindemitglieder gerichtet: „Wir als Kirchenvorstand stehen 100-prozentig hinter Herrn Schöller. Bitte geben Sie uns Rückmeldung, wie Sie die Sache sehen, und ob Sie Herrn Schöller opfern wollen, damit Herr Biste weiter so arbeiten kann wie bisher.”

Pfarrer Heinz-Josef Biste bat am Freitag im Gespräch mit der DZ um Verständnis dafür, dass er sich zu den einzelnen Vorwürfen nicht äußern möchte. „Sonst würde ich genau das machen, was die Kirchenvorstandsmitglieder tun. Es geht um interne Vorgänge, die nicht in die Öffentlichkeit gehören”, betonte Biste.

Er könne nur feststellen, dass viele Behauptungen der Kirchenvorstandsmitglieder schlichtweg falsch seien. Die Angriffe auf seine Person, aber auch die Amtsenthebung der Kirchenvorstandsmitglieder machten ihn sehr beklommen und belasteten ihn schwer. „Ich weiß nicht, wie ich in Schmidt weitermachen soll”, sagte Biste und äußerte den Wunsch, „dass wir wieder zur Sachlichkeit zurückfinden”.
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