Kinderuni: Gut gerüstet für die nächste Reise in den Sommerferien

Von: Valerie Barsig
Letzte Aktualisierung:
6981774.jpg
Auch die Kinder sind für das Thema Informatik gerüstet: Mit Laptop geht es in die Kinderuni.

Aachen. Verreisen hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, in die Ferne zu verschwinden, sondern betrifft auch kleine Reisen im Alltag. Zum Beispiel zum Supermarkt oder zum nächsten Fußballspiel. Das sieht jedenfalls Karl-Heinz Krempels vom Lehrstuhl für Informatik 5 so, der am Freitag rund 500 Teilnehmer zur Kinderuni eingeladen hat, einer Veranstaltung der RWTH Aachen und unserer Zeitung, die von der Stawag unterstützt wird.

Gemeinsam mit den Kindern plant Krempels eine Reise durch. Von Aachen nach Berlin sollte es gehen – aber wie? Ganz klar: Ökologisch und ohne viel CO2 zu produzieren, denn das ist schlecht für die Umwelt. Auf der Internetseite der Deutschen Bahn kann man genau das gegenüberstellen: Mit dem Tool „Vergleich Bahn-Flug-Pkw“ lassen sich Gesamtpreis, Reisezeit und Umweltbelastung der drei Transportmöglichkeiten ermitteln. So kann man sehen, wie man möglichst CO2-sparend ans Ziel kommt.

Die Welt ein bisschen verbessern

Hinter solchen Suchmasken wie die der Bahn steckt die Arbeit von Informatikern. „Am Ende bauen wir dann Systeme, die die Welt ein bisschen verbessern“, sagt Karl-Heinz Krempels in seiner Vorlesung.

Während Krempels Fahrzeuge der Zukunft vorstellt, mit denen mal vielleicht bald von A nach B kommt (Seilbahnen, Zeppeline oder elektrische Longboards), malt Yannick (8) Raumschiffe auf sein Blatt Papier. Ob er damit gern verreisen möchte? „Nein, ich bin ja gar nicht schwindelfrei“, sagt er.

Neben Reisen mit Bahn, Flugzeug oder Auto durch das ganze Land wagt Krempels aber auch den Blick direkt vor das Audimax, und zwar an die Bushaltestelle. Per Film zeigt er seinen Zuhörern, wie die Kommunikation der Busse in Aachen funktioniert und warum auf den elektronischen Anzeigetafeln die Abfahrtszeiten angezeigt werden können, auch wenn der Bus verspätet ist. Per GPS und Mobilfunkchips, die sich in den Bussen befinden, bekommt die Leitzentrale der Aseag die Standortdaten übermittelt und kann diese auf die Anzeigetafeln übertragen.

Gemeinsam mit Aseag-Geschäftsführer Michael Carmincke testet Krempels dann noch die Aseag-App. „Ich gebe das ja nicht gern zu, aber manchmal klappt es bei uns nicht mit dem Fahrplan“, sagt Carmincke. Dafür sei die App aber praktisch: Wer kurz vorm Verlassen des Hauses noch einmal nachsehe, ob der Bus auch pünktlich an der Haltestelle sei, der bekomme bei Verspätung zusätzliche Zeit eingeräumt. Laut Carmincke vor allem dann hilfreich, wenn man morgens noch in Ruhe seinen Kakao vor der Schule trinken wolle.

Wer von den Kindern jetzt die nächste Reise für die Sommerferien planen will, ist auf jeden Fall gut gerüstet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert