Kinderpflegerin soll Jungen zum Mord angestiftet haben

Von: dpa
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Köln. Eine Kinderpflegerin aus Köln soll Jugendliche angestiftet haben, die Mutter ihres Ex-Freundes zu ermorden.

Die 27-Jährige muss sich seit Mittwoch vor dem Kölner Landgericht verantworten. Laut Anklage machte die Frau die Mutter für die Trennung von ihrem Freund verantwortlich. Bei einem ersten Versuch wollte sie demnach zwei 15-Jährige zu einem fingierten Autounfall anstiften. Die Jugendlichen sollten die Bremsen manipulieren - sie gingen aber nicht darauf ein.

Als ein Unfall ausblieb, startete die Kinderpflegerin den Angaben zufolge einen neuen Versuch. Sie forderte einen der Jungen und einen weiteren Jugendlichen auf, die Frau durch Anstecken ihres Wagens zu töten oder sie in ihrer Wohnung umzubringen. Einer der 15-Jährigen informierte daraufhin seine Mutter, die die Polizei verständigte.

Vor Gericht räumte die Kinderpflegerin ein, dass sie die Mutter habe töten wollen und deshalb die Jugendlichen kontaktierte. Die konkreten Pläne, wie die Frau umgebracht werden sollte, seien jedoch nicht von ihr, sondern von den Komplizen gekommen, behauptete die 27- Jährige.

Dem widersprachen die Jugendlichen im Zeugenstand. Treibende Kraft sei die Angeklagte gewesen. Ihr Plan sei gewesen, dass ihrem Opfer etwas passieren sollte, „bis hin zum Mord”, sagte einer der Jugendlichen. „Sie wollte die Frau unter die Erde schicken”, sagte ein anderer Zeuge. Der Frau droht eine mehrjährige Haftstrafe.

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