Alsdorf - Keine Bombe im Alsdorfer Rathaus gefunden

Keine Bombe im Alsdorfer Rathaus gefunden

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
Bombe
Das Alsdorfer Rathaus ist derzeit komplett geräumt - und der erste Sprengstoffspürhund nebst Hundeführerin ist im Einsatz, um eine vermeintlich dort deponierte Bombe vor der Explosion zu finden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Um 15.15 Uhr ist der ganze Spuk vorbei. Nachdem vier Sprengstoffspürhunde im Alsdorfer Rathaus vergeblich nach einer vermeintlich dort deponierten Bombe gesucht hatten, wird der Einsatz der vorsichtshalber angerückten Rettungskräfte abgebrochen. Was war geschehen?

Das Alsdorfer Rathaus war am Freitagmittag komplett geräumt worden - und der erste Sprengstoffspürhund nebst Hundeführerin von der Bundespolizei nahm seine Suche auf, um die gemeldete Bombe vor der Explosion zu finden.

Die achtjährige Rinka, eine reinrassige belgische Schäferhündin, war eifrig bei der Sache, musste aber bald Pause machen und später von weiteren drei „Kollegen” abgelöst werden, weil ansonsten die Aufmerksamkeit bei der alle Sinne einspannenden Suche erlahmt wäre. „Nach rund 20 Minuten müssen solche Hunde Pause machen”, sagte Polizeisprecher Michael Houba, dessen Kollegen um 11.41 Uhr alarmiert wurden.

Zunächst wurde befürchtet, dass die Suche bis 18 Uhr dauern würde, wie Ordnungsamtsleiter Jürgen Kochs sagte. Schließlich mussten gut 100 Räume und diverse Flure mit etliche Ecken und Einrichtungsgegenständen durchkämmt werden.

Kurz vor 11.30 Uhr hatte ein Unbekannter die Zentralistin im Foyer des mehrstöckigen Rathauses, das unweit des Cinetowers steht, angerufen und gesagt, dass er eine halbe Stunde zuvor im Rathaus eine Bombe platziert habe, wie Bürgermeister Alfred Sonders sichtlich betroffen berichtete. „Eine Begründung hat der Mann nicht geliefert”, ergänzte Sonders. Das Gespräch sei nicht mitgeschnitten worden, da diese rechtlich grundsätzlich nicht möglich sei, betonte er.

Nach dem Anruf lief die Evakuierung an. Nach einem feststehenden Plan, der auch die Überprüfung vorsieht, ob wirklich kein Bediensteter mehr im Gebäude ist, sammelte sich die Belegschaft - um diese Zeit hielten sich laut Stadt noch 150 bis 200 Kollegen im Hause auf - auf Park- und anderen Plätzen. Sonders gab seinem Personal daraufhin schlichtweg dienstfrei, was gegen 13 Uhr an diesem Freitag üblicherweise ohnehin angestanden hätte.

Feuerwehrchef Peter Adenau rückte mit der hauptamtlichen Wache und einem Zug der freiwilligen Feuerwehr an und steht nun mit seinem 20 Leuten gemeinsam mit weiteren Rettungskräften in Bereitschaft. „In der Hoffnung, dass nichts passiert”, wie er sagte.

Zwei eigentlich anstehende Eheschließungen mussten verschoben werden, wie Standesbeamtin Stephanie Gatzke, sagte.

Immer wieder fragten städtische Bedienstete danach, wann sie ihre persönlichen Sachen abholen können, hatten sie doch in aller Eile ihre Arbeitsplätze verlassen.

Laut Polizeisprecher Houba wären Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes im Einsatz, wenn ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden wäre. Natürlich hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen und geht allen „Spuren” nach, die der Unbekannte im Telefonnetz hinterlassen haben muss, auch wenn in diesem Fall die fleißige Schäferhündin Rinka nicht helfen kann.
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