Keine Anklagen nach Protestcamp-Räumung

Von: sj
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Hambacher Forst
Hilfskräfte arbeiten am 16. November 2012 im Hambacher Forst neben einem Erdloch, in dem sich ein Mann eingegraben hat. Foto: dpa

Hambach. Die Räumung des Camps im Hambacher Forst, bei der sich im vergangenen November ein Umweltaktivist als Protest gegen den Braunkohletagebau mehrere Tage in einem Tunnel verschanzt hatte, ist auch juristisch abgeschlossen.

„Alle Verfahren gegen die Besetzer wurden eingestellt“ , sagte am Donnerstag der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn auf Anfrage unserer Zeitung. 27 Ermittlungsverfahren waren im Zusammenhang mit der Camp-Räumung bei der Kölner Staatsanwaltschaft anhängig.

Die Vorwürfe der Nötigung hätten sich in keinem Fall erhärtet, es habe sich stets um „passiven Widerstand“ der Aktivisten gehandelt, sagte Willuhn. Auch ein „lange vorbereitetes Festketten“ sei kein gewalttätiger Akt. Gegenstand der Ermittlungen war auch die Frage, ob der als „Maulwurf“ bekanntgewordenen Aktivisten „Herr Zimmermann“ in seinem Zufluchtstunnel Stützbalken weggetreten hat und damit Einsatzkräfte in Gefahr brachte. Es gebe keine Hinweise, dass der „Maulwurf“ vorsätzlich gehandelt habe, auch sei unklar, ob überhaupt ein tragendes Element der Tunnelverschalung entfernt worden ist.

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