Kein Vorankommen im Prozess gegen Wegberger Ex-Chefarzt

Von: ddp
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Arnold Pier
Minutenlang lässt Arnold Pier sich ablichten. Der Prozessauftakt gegen den ehemaligen Chefarzt der Wegberger St.-Antonius-Klinik war schnell vorbei. Foto: Ralf Roeger

Mönchengladbach/Wegberg. Der Prozess vor dem Landgericht Mönchengladbach gegen den früheren Chefarzt und Geschäftsführer der Klinik Wegberg wegen des Todes von sieben Patienten verzögert sich weiter.

Ein Justizsprecher sagte am Mittwoch die für Donnerstag (24. September) anberaumte zweite Prozessrunde ab. Grund seien weitere Befangenheits- und sonstige Verfahrensanträge, die bei Gericht eingegangen seien und nicht mehr abschließend bis Donnerstag entschieden werden könnten. Aller Voraussicht nach werde der Prozess nun am 1. Oktober fortgesetzt.

Der Prozess um einen der größten Klinikskandale der vergangenen Jahre in Deutschland hatte am 17. September vor dem Landgericht begonnen, war aber wegen eines Befangenheitsantrags des Hauptangeklagten gegen zwei der beteiligten Richter bereits nach einer knappen halben Stunde wieder vertagt worden. Neben dem Mediziner sitzen fünf weitere Krankenhausärzte auf der Anklagebank.

Ursprünglich sollte am Donnerstag die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft verlesen werden. Sie umfasst den Angaben zufolge mehr als 60 Körperverletzungsdelikte an Patienten, davon drei mit tödlichen Folgen. Auch werden dem Chefarzt vier Fälle von fahrlässiger Tötung vorgeworfen.

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