Kehle durchgeschnitten und Haus in Brand gesteckt? Prozess beginnt

Von: ger
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Der Angeklagte soll in der Nacht vom 19. auf den 20. November vergangenen Jahres seiner 44-jährigen Lebensgefährtin im gemeinsamen Haus in Kipshoven die Kehle durchgeschnitten haben. Foto: CUH

Wegberg-Kipshoven/Mönchengladbach. Das Landgericht Mönchengladbach hat die Anklage gegen Stefan D. zugelassen. Er soll im November vergangenen Jahres seine Lebensgefährtin in Kipshoven getötet und dann das gemeinsame Wohnhaus in Brand gesteckt haben.

Die Hauptverhandlung vor der 7. großen Strafkammer unter Leitung von Richter Lothar Beckers beginnt am Freitag, 12. Mai, 14.15 Uhr, im Saal A100 des Landgerichts. Die Staatsanwaltschaft wirft D. Totschlag und besonders schwere Brandstiftung vor.

Laut Jan-Philip Schreiber, Sprecher des Landgerichts Mönchengladbach, wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, dass der zur Tatzeit 44-Jährige seine Lebensgefährtin im gemeinsamen Haus, Kreuzstraße 21, in der Nacht vom 19. auf den 20. November zunächst geschlagen und gewürgt habe. Dann habe er ihr mit einem 30 Zentimeter langen Messer die Kehle durchgeschnitten, woran die Frau gestorben sei.

Sieben Butangasdosen

Anschließend habe der Angeklagte die tote Frau entkleidet und die blutige Kleidung entsorgt. Er habe ihre Leiche in das Obergeschoss getragen und dort auf ein Bett gelegt, so der Vorwurf. Dann soll er sieben Butangasdosen unter das Bett gestellt und das Bettzeug entzündet haben. „Dabei habe er beabsichtigt, die Spuren der vorangegangenen Tat zu verwischen. Es sei zu einem Brand gekommen, infolge dessen das Haus unbewohnbar geworden sei“, so Schreiber.

Zum Motiv lässt sich derzeit sagen, dass alles nach einer Beziehungstat aussieht. Nach Angaben des Gerichts hat der Angeklagte die Frau, die seit 2001 verwitwet war, in einem Internetportal kennengelernt. Der Beschuldigte, der zuvor in Weeze gewohnt habe, sei Anfang des Jahres 2016 in Kipshoven eingezogen. Im Alltag soll es dann zunehmend zu Spannungen gekommen sein, die in die Tat gemündet haben sollen.

Nach der Eröffnung des Prozesses am 12. Mai wird die Hauptverhandlung an folgenden Terminen fortgesetzt: Dienstag, 16. Mai, 9.15 Uhr; Montag, 22. Mai, 13.30 Uhr; Freitag, 9. Juni, 13.15 Uhr; ein Urteil wird für Montag, 12. Juni, 9.15 Uhr erwartet.

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