Kaugummi-Kunst: Klage abgewiesen

Von: dapd
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Düsseldorf. Das Düsseldorfer Landgericht hat am Mittwoch in einem Urheberrechtsstreit um Kunstwerke aus Kaugummi die Klage einer Künstlerin abgewiesen. Die Klägerin sei nicht die Urheberin der Kunstwerke, da sie auf Anweisungen gehandelt habe.

Die geringen Abweichungen von diesen Anweisungen reichten nicht aus, um die Klägerin zur Urheberin der Bilder zu machen, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch.

Bei den Kunstwerken handelt es sich um sechs Arbeiten aus einer Serie von insgesamt 40 Collagen. Bei ihnen war jeweils eine schwarz grundierte Leinwand in geordneter Weise mit Kaugummis beklebt worden. Die Kaugummis wurden in horizontalen Reihen von vier und fünf Streifen untereinander versetzt über die Leinwand verteilt.

Die Arbeiten gehören zur privaten Kunstsammlung des ehemaligen Geschäftsführers einer Kunstgalerie in Düsseldorf. Die Klägerin hatte erklärt, Urheberin der Kunstwerke zu sein. Der Galerist bestritt dies und sagte, die Klägerin sei nur die Assistentin eines anderen Künstlers gewesen. Von diesem stammten die Vorgaben und Skizzen, die der Anordnung der Kaugummis auf den Leinwänden zugrunde lagen.

Die Frau hatte die Kunstwerke aus der Sammlung des Galeristen in der Ausstellung „Wie Essen zur Kunst wurde” entdeckt und festgestellt, dass diese nicht unter ihrem Namen gezeigt wurden. Auch im Ausstellungskatalog und einem Zeitungsartikel war sie nicht als Urheberin der Werke genannt. Mit ihrer Klage wollte sie die ihrer Ansicht nach falsche Urheberrechtsangabe untersagen lassen.

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