Katholischer Bund Neudeutschland tagt in Aachen

Von: Annika Kasties
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Aachen. Wie soll der Mensch mit der steten Beschleunigung seiner Lebensbereiche umgehen? Sich vom Fluss mitreißen lassen? Oder aber innehalten, sich umschauen und neu orientieren? Einen Ort zum Verschnaufen bietet der christliche Bund Neudeutschland (ND) auf seinem jährlichen Bundeskongress, der anlässlich seines 90-jährigen Bestehens nach den Feiertagen die Räume des Aachener Eurogress füllen wird.

Gemeinsam mit seinem Partnerverband Heliand, widmet sich der ND vom 15. bis 19. April ganz dem Thema der „Zeit.Brechung”. Mit mehreren Vorträgen, Foren und Gottesdiensten bietet der Verbund den rund 1100 erwarteten Teilnehmern ein vielfältiges liturgisches und kulturellen Programm, das einen Überblick über drängende gesellschaftliche Fragen der Zeit bieten soll.

„Das Thema ´Zeit.Brechung´ entspricht unserem Anspruch, Themen facettenreich zu beleuchten”, erklärt Birgit Nawrath, stellvertretende Leiterin der Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen (KMF) im Bund ND.

Ursprünglich von Jesuiten als katholischer Schülerverein an Höheren Lehranstalten gegründet, sieht sich der ND in der Verantwortung, die Tradition des Neuanfangs aus der Jugendbewegung weiterzuleben und die Botschaft des Evangeliums in die heutige Zeit zu übersetzten. Die generationsübergreifende Begegnung alter Freunde und neuer Bekannter aus verschiedenen Regionen und Diözesen steht auf dem Bundeskongress im Vordergrund.

Neben den Hauptveranstaltungen im Eurogress gibt es auch ein begleitendes Kinder- und Jugendprogramm. „Wir versuchen für alle Altersgruppen etwas anzubieten”, betont Johannes Menze als Geschäftsführer der KMF angesichts einer Altersspanne von drei Monaten bis 88 Jahren. Um eine geschlossene Gesellschaft handle es sich auf dem Bundeskongress nicht. Auch interessierte Bürger seien bei den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen willkommen, über theologische Zeitansagen zu diskutieren, sich über Zeitfragen zu informieren oder beim gemeinsamen Gebet den Alltag zu durchbrechen und neue Sichtweisen zu erschließen.

Einen Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung bildet der Besuch des ehemaligen CDU-Generalsekretärs und Ministers Heiner Geißler, der mit seiner Festrede nach der politischen Dimension des Evangeliums fragen wird.

Auswahl aus den öffentlichen Veranstaltungen

Vorträge und Diskussionen im Eurogress, 16. April: „Der Mensch in seiner Zeit - Plan Gottes oder dummer Zufall?”, 9:30 Uhr. „Zeitpfeil und Zeitsymmetrie. Von der physikalischen Zeit zur Lebenszeit & Ewigkeit”, 11:00 Uhr. 17. April: „Theologische Zeit.ansagen”, Podiumsdiskussion 15 Uhr. Kirche St. Nikolaus: „Pastorale Zeichen der Zeit”, Forum, 16. April, 15 Uhr.

Projekte : „Farbrhythmen und Lichträume”, Forum und Künstlergespräch mit Raphael Seitz und Myriam Wierschowski, 16. April, 15 Uhr in Linnich, Deutsches Glasmalerei-Museum. „Zeit. Licht. Schatten.” Inszenierung, 16. April, 20 Uhr im Kreuzgang des Domes Aula Domsingschule. „Spiel.Zeit in Aachen”, Kinderfest, 17. April, 15 Uhr, St. Ursula-Gymnasium, Aachen.
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