Kanisterweise Drogenabfälle im Bach entsorgt

Von: red
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Feuerwehrleute in Schutzanzügen bargen die Dutzenden von Kanistern aus dem Bach. Foto: Günter Jungmann
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Feuerwehrleute in Schutzanzügen bargen die Dutzenden von Kanistern aus dem Bach. Foto: Günter Jungmann
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Feuerwehrleute in Schutzanzügen bargen die Dutzenden von Kanistern aus dem Bach. Foto: Günter Jungmann

Maastricht/Aachen. Schon wieder hat im niederländischen Grenzland die Feuerwehr den gefährlichen Abfall eines illegalen Drogenlabors beseitigen müssen. Dutzende Kanister mit giftigen Chemikalien wurden am Mittwoch in einem Bach in der Nähe des Flughafens Maastricht-Aachen gefunden - zusammen mit einem Lieferwagen.

Immer wieder kommt es in der Region zu solchen kriminellen Entsorgungsaktionen von Drogenproduzenten.

Mit dem Kleinlaster hatten die Rauschgifthersteller die chemischen Abfälle in den Wald im Dorf Geulle gefahren, wo sie die mehr als zwei Dutzend Behälter in einen Bach warfen. Doch offenbar wurden die Täter gestört: Sie flohen und ließen Transporter und Giftmüll zurück. Am Nachmittag rief ein aufmerksamer Fußgänger die Polizei, der das Fahrzeug und die Kanister auf dem Waldweg am Julianakanal gefunden hatte.

Feuerwehrleute in Sicherheitsanzügen bargen die Kanister auch aus einem Bach, bevor sie auslaufen konnten. Typischerweise bestehen die Abfälle bei der Herstellung der chemischen Droge Ecstasy unter anderem aus Methansäure, Schwefelsäure und Natriumhydroxid. Die Stoffe sind giftig und können sogar explodieren. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und startete einen Zeugenaufruf. Die Kosten für den Einsatz werden auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Erst im Mai hatte es in der Innenstadt des niederländischen Städtchens Weert bei Roermond einen ähnlichen Einsatz gegeben. Polizei und Feuerwehr entdeckten an einer Straße mit 7000 Litern Chemikalienabfällen eines Drogenlabors. Den Lastwagen hatten die Täter offenbar eigens für die Entsorgung zuvor im deutschen Nettetal gestohlen.

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