JVA-Beamte im Visier der Staatsanwaltschaft

Von: os
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Aachen. Der Aachener Ausbrecher-Prozess und seine kriminalistischen Nachwehen: Seit mehreren Monaten laufen Ermittlungen gegen mehrere JVA-Beamte, Gefangene und auch Personen außerhalb des Aachener Großgefängnisses unter anderem wegen Bestechlichkeit und Drogendelikten.

Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage.

Mehr als zehn Verdächtige

Insgesamt hätten die Ermittler mehr als zehn Personen ins Visier genommen, erklärte Oberstaatsanwalt Robert Deller, Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft. Mitte Mai seien auch die Wohnungen mehrerer JVA-Bediensteter durchsucht worden - aber ohne nennenswerte Ergebnisse. Belastendes Material sei dabei kaum gefunden worden, so Deller.

Den Anstoß zu den Ermittlungen haben Erkenntnisse gegeben, die im Zuge des Prozesses gegen die Ausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski ans Licht gekommen sind. „Daraus haben sich Hinweise auf Straftaten ergeben”, sagte Deller, wollte sich zu konkreten Details aber nicht näher äußern.

Heckhoff und Michalski waren im November 2009 aus der Aachener JVA ausgebrochen, hatten mehrere Geiseln genommen und waren im Februar 2011 zu hohen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Im Laufe des Prozesses hatten beide von angeblich schwunghaftem Drogenhandel hinter Gittern unter Beteiligung von JVA-Beamten berichtet.

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