Justizforum: Der Führerschein ist weg – was nun?

Von: sim
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Aachen. Es kann jeden treffen. Denn zum Entzug der Fahrerlaubnis ist es nicht zwingend notwendig, dass man alkoholisiert oder unter Drogen am Steuer eines Fahrzeuges erwischt wird.

Auch Radfahrer, Fußgänger und sogar Reiter können ihren Führerschein verlieren, wenn sie sich für die Teilnahme am Straßenverkehr als ungeeignet erweisen. Und der „Lappen“ ist sogar dann in Gefahr, wenn kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wurde oder zu Schaden gekommen ist.

Spannung ist also garantiert bei unserem Justizforum „Recht im Zentrum“ am Mittwoch im Aachener Justizzentrum. Verkehrsrechtler aus der Euregio referieren an diesem Abend zum Thema „Führerschein weg – was nun? “ und beantworten Ihre Fragen, unter anderem zu rechtlichen Unterschieden in Belgien und in den Niederlanden.

Interessant ist das Thema auch für Fahranfänger, denn bei ihnen können alkoholbedingte Auffälligkeiten auf dem Fahrrad zu einer Verlängerung der Probezeit führen. Und selbst Jugendliche ab 16 Jahren, die noch gar keinen Pkw-Führerschein besitzen, können betroffen sein: Werden sie betrunken auf dem Fahrrad erwischt, kann unter Umständen vor dem Erwerb des Führerscheins eine medizinisch-psychologische Untersuchung (der sogenannte „Idiotentest“) angeordnet werden.

Dann also lieber aufs Pferd? Auch das ist keine Lösung, wenn der Reiter unter Alkohol- oder Drogeneinfluss im Sattel sitzt. Denn wer hoch zu Ross im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs ist, ist genauso Verkehrsteilnehmer wie ein Autofahrer. Mit allen Konsequenzen. Was schließlich zu Fragen führt wie: Was tut eigentlich der Staat gegen Raser und alkoholisierte Fahrer? Oder: Wie werde ich vor diesen Verkehrsteilnehmern geschützt? Und: Warum kommen Raser nicht ins Gefängnis? Antworten gibt es am kommenden Mittwoch.

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