Justiz möchte ein Gefängnis für Ostbelgien

Von: gego
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Aachen. Die Deutschsprachige Gemeinschaft Ostbelgiens (DG) braucht ein eigenes Gefängnis. Das jedenfalls glauben Präsident und Prokurator des Gerichts in Eupen.

Der Grund sei neben der permanenten Überfüllung belgischer Gefängnisse die anhaltende Diskriminierung deutschsprachiger Gefangener in Belgien. Es fehle etwa an deutschsprachigen Ärzten, Geistlichen und Wärtern. Die Regierung in Brüssel plane den Bau sieben neuer Gefängnisse, eine Gelegenheit, für Eupen eine eigene Haftanstalt zu planen.

DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz teilt diese Meinung nicht. Zwar würde er, wie er auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, „die Optimierung der Gefängnisse in Verviers und Lüttich begrüßen”; tatsächlichen Bedarf für ein weiteres Gefängnis sieht Lambertz aber nicht. Eher schon befürwortet er ein neues Gebäude für das Eupener Gericht.
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