Langerwehe - Jessica Balogun bleibt Weltmeisterin

Jessica Balogun bleibt Weltmeisterin

Von: jan
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Weltmeisterin Jessica Balogun (links) verteidigte ihren Titel. Die „Sportlerin des Jahres” der Aachener Nachrichten konnte den Kampf gegen die lettische Landesmeisterin Olga Bojare jedoch nicht vor dem Schlussgong beenden. Foto: Guido Jansen

Langerwehe. Die Aachener Box-Weltmeisterin Jessica Balogun hat ihren Titel gegen die lettische Landesmeisterin Olga Bojare verteidigt. 600 Zuschauer in der Fußball-Halle von Jugendsport Wenau waren begeistert vom Kampf der jungen Frau aus Aachen, die wenige Tage zuvor zur „Nachrichten”-Sportlerin des Jahres 2009 gewählt worden war.

Balogun zeigte eindrucksvoll, warum. Die 21-Jährige, gebürtig aus Nigeria, boxte zehn Runden lang ein hohes Tempo und biss sich - im übertragenen Sinne und nicht wie Mike Tyson weiland - in ihre Gegnerin fest.

Dem Wunsch des Publikums, den Kampf vorzeitig zu beenden, konnte die junge Frau aber nicht entsprechen. Obwohl sie Bojare in jeder Runde schwer treffen konnte, hielt die Lettin mit großem Stehvermögen durch. Das Urteil der Kampfrichter war am Ende jedoch eindeutig: Alle drei stimmten für Balogun, die ihren Weltmeister-Titel somit behält.

Doppelter Grund zur Freude für den Aachener Box-Veranstaler Mario Guedes, der zum zweiten Mal in Wenau zu Gast war: Guedes trainiert die Weltmeisterin. Und als Veranstalter konnte er mit der Resonanz in Wenau zufrieden sein. Mehr als 600 Zuschauer waren dabei.

„Ihr seid das beste Publikum, das ich kenne”, rief Balogun den Menschen in der Halle am Ende eines langen Box-Abends über das Mikrofon zu. Nur eine Forderung von Guedes blieb unerfüllt. Er hatte im Vorfeld von seiner Kämpferin verlangt, das Duell vorzeitig zu beenden.

Viel Applaus hatte es zuvor auch für den Europameisterschafts-Kampf der Herren im Mittelgewicht gegeben, den Cagri Ermis aus Wuppertal nach Punkten gegen Baker Barakat gewinnen konnte.

Dass Größe nicht alles ist, zeigte das Duell des 2,17-Meter-Riesen Jürgen Frank (Dortmund) mit dem Euskirchener Jonathan Pasi. Letzterer ist 30 Zentimeter kleiner, konnte aber trotzdem gewinnen.

Ein positives Fazit des Abends konnten die Gastgeber ziehen. Jugendsport Wenau hatte Guedes Boxspektakel bereits zum zweiten Mal eine Heimat geboten. „Diesmal war sogar noch mehr los”, sagte Vorsitzender Rainer Bartz mit Blick in die vollbesetzte Halle. Diese ist vor einigen Jahren als überdachtes Fußball-Kleinfeld in Eigenregie gebaut worden.

Über einen Bekannten hatte Guedes vergangenes Jahr angefragt, ob die Fußball-Halle gebucht werden könne. Eine Vereinbarung war schnell gefunden: Die Eintrittsgelder fließen an den Veranstalter, die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf gehen an Jugendsport Wenau.
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