Jecken trotzen dem Schmuddelwetter

Von: dpa
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Bei nasskaltem Wetter sind zur Weiberfastnacht in den rheinischen Karnevalshochburgen Tausende Jecken in den Straßenkarneval gestartet. Foto:

Aachen/Köln/Düsseldorf. Endlich sind die tollen Tage da: Fröhlich und ausgelassen haben zehntausende Jecken an Weiberfastnacht den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Vom schmuddeligen Wetter ließen sie sich dabei nicht abschrecken, denn gegen Nieselregen und eher kühle Temperaturen gibt es ein paar einfache Mittel: Plüschkostüme, Plastikhäute - und vor allem Warmschunkeln.

Getreu dem Namen Weiberfastnacht hatten überwiegend die Frauen das Sagen. Vielerorts stürmten sie mit Scheren bewaffnet die Rathäuser und schnitten den Männern die Schlipse ab. In der Region verlief das närrische Treiben bis jetzt ohne Vorfälle: Aus allen Kommunen melden die Einsatzkräfte der Polizei einen erfreulichen und ruhigen Verlauf.

In Düsseldorf versammelten sich die Möhnen - die „alten” Frauen - pünktlich um 11.11 Uhr zur Attacke auf das Rathaus. Gruppen aus Fliegenpilzen, Blumenwiesen und Froschköniginnen drängelten sich durch die enge Türe, um die Macht an sich zu reißen. In Trier zwang das Narrenvolk den Oberbürgermeister zur Übergabe des Stadtschlüssels, in Köln übernahm das Dreigestirn das Regiment. In Mainz schunkelten und sangen zum Beispiel Punks, Bienchen und Kannibalen am Fastnachtsbrunnen zu „Humba, Humba, Humba, Täterää”.

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