Düsseldorf - Intensivtäter wegen Mordes an ehemaligem Journalisten vor Gericht

Intensivtäter wegen Mordes an ehemaligem Journalisten vor Gericht

Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Zwei als Intensivtäter bekannte Angeklagte müssen sich von Donnerstag an wegen Mordes an einem ehemaligen SPD- Mitarbeiter vor Gericht verantworten.

Die 19 und 21 Jahre alten Männer sollen ihr Opfer in einem Park in der Innenstadt drei Mal äußerst brutal angegriffen haben. Das Düsseldorfer Landgericht hat für den Prozess acht Verhandlungstage angesetzt.

Die mit 26 Messerstichen übersäte Leiche des 54-jährigen Arbeitslosen war im August im Düsseldorfer Florapark entdeckt worden. Das 54-jährige Opfer war früher auch Lehrer, Journalist, Gewerkschaftssekretär und Mitarbeiter des SPD-Fraktionschefs und NRW- Arbeitsministers Friedhelm Farthmann gewesen. Dann war er arbeitslos geworden und hatte sich regelmäßig mit Bekannten in dem Park getroffen, von denen er „Hans, der Professor” genannt wurde.

Er hatte dem 20-jährigen Hauptverdächtigen immer wieder vorgeworfen, mit dem Tod einer 72-jährigen Frau zu tun zu haben, die ein Jahr zuvor in dem Park ums Leben gekommen war. Als „der Professor” drohte, deswegen zur Polizei zu gehen, sollen die beiden jungen Männer den arbeitslosen Akademiker zunächst brutal zusammengeschlagen haben.

Dann rissen sie laut Anklage eine Parkbank aus der Verankerung und warfen sie auf den Mann. Da der 20-jährige Gebäudereiniger wegen Körperverletzung unter Bewährung stand und erst im April aus der Haft entlassen worden war, soll sich das Duo entschlossen haben, den 54- Jährigen umzubringen, um einer weiteren Strafe zu entgehen.

Die Männer sollen den betrunkenen 54-Jährigen erneut angegriffen und versucht haben, ihn im Teich des Parks zu ertränken. Dazu sollen sie ihn so lange unter Wasser gedrückt haben, bis der Mann kein Lebenszeichen mehr von sich gab.

Das Duo soll dann nach Hause gefahren und mit einem Messer und Handschuhen zum Tatort zurückgekehrt sein. Als sie den 54-Jährigen, wieder bei Bewusstsein, am Ufer des Teichs sitzen sahen, sollen sie wie im Blutrausch 26 Mal zugestochen haben. Beide Männer waren bereits in der Düsseldorfer Intensivtäter-Datei registriert. Ein 17- jähriges Mädchen hatte ihnen zunächst ein falsches Alibi gegeben.
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