Initiative Aachen 2025 ruft zum Video-Wettbewerb auf

Initiative Aachen 2025 ruft zum Video-Wettbewerb auf

Von: Dieter spoo
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Ihnen geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit der digitalen Zukunft: Die Macher des Projekt- und Ideenwettbewerbs „Aachen 2025“ für Schülerinnen und Schüler sind Lara Langfort-Riepe, Rolf Geisen und Adriane Langela-Bickenbach. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Startschuss für einen Wettbewerb zur Gestaltung der digitalen Zukunft: Die Graswurzel-initative Aachen 2025 lobt einen Preis aus, der junge Leute von der siebten Klasse bis zum Ende der Schulzeit motivieren soll, über die eigenen Perspektiven nachzudenken. In Videos zur erwarteten Zukunft sollen die Teilnehmer ihre Visionen einer Welt von 2025 mitteilen.

Diese Welt wird durch und durch digital sein und ist es für junge Leute schon jetzt. Die Initiative Aachen 2025 setzt sich aus Einzelpersonen und Gruppen des gesamten gesellschaftlichen Spektrums der Stadt und der Region zusammen, aus Bildung, Kirche, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Aachen soll als Wissenschaftsstadt in besonderer Weise die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft hinterfragen und bearbeiten.

Was digitale Zukunft bedeutet

Adriane Langela-Bickenbach ist Lehrerin am Aachener St.-Leonhard-Gymnasium und Mitglied des Kuratoriums, das den Preis entwickelt hat. Sie beschrieb, was digitale Zukunft heute schon bedeutet. Im Fremdsprachenunterricht stehen große Monitore im Raum, die mit Klassen in England und Spanien vernetzt sind. Engländer, Spanier und Deutsche sitzen gewissermaßen in einer Klasse und lernen gemeinsam Spanisch, Englisch, Deutsch und profitieren in bisher ungeahnter Weise voneinander.

Langela-Bickenbach erzählt, dass nach kurzer Eingewöhnung die Schülerinnen und Schüler kaum mehr wahrnehmen würden, dass die Jugendlichen auf den Bildschirmen nur scheinbare Klassenkameraden seien.

„Wenn man noch vor einigen Jahren fragen konnte, wie viele Stunden täglich ein Jugendlicher online sei, ist die Frage heute veraltet. Denn über die Smartphones sind junge Leute heute rund um die Uhr online. Die Zukunft gehört der Vernetzung und der Zusammenarbeit aller für alle“ sagte die Lehrerin.

Rolf Geisen vom regionalen Industrieclub Informatik Aachen (Regina) erläuterte, dass durch die ständige Vernetzung jede Information verfügbar sei und Unterricht etwas ganz anderes sein müsse als bloße Wissensweitergabe. Er sagt: „Theoretisch brauchen wir keinen Fremdsprachenunterricht mehr, denn Fremdsprachenapps übersetzen in Zukunft simultan, was uns in anderer Sprache mitgeteilt wird. Aber Kommunikation ist in seiner Tiefe viel mehr.“

Schülerinnen und Schüler lebten schon heute in einer digitalen Welt, die vielen Erwachsenen verschlossen bleibe, meinte Geisen, und die Wirtschaft habe noch wenig Interesse, die Möglichkeiten der Digitalisierung umzusetzen, da dies einen tiefgreifenden arbeitspolitischen Wandel erfordere. Bei dem Wettbewerb geht es nicht in erster Linie um Fragen digitaler Machbarkeit, sondern um verantwortungsvollen Umgang mit einer solchen Zukunft. Nicht nur die Naturwissenschaften sind gefragt, sondern auch Philosophie, Religion und andere gesellschaftswissenschaftliche Fächer.

Von jetzt bis zum Anfang der Sommerferien haben nun Schüler, Schülerinnen und Schulen der gesamten Euregio die Möglichkeit, ganz unbürokratisch ihre Ideen zur digitalen Transformation filmisch mitzuteilen. Unterstützt wird der Wettbewerb vom euregionalen Medienzentrum in der Tal-straße im alten Straßenbahndepot. Die Leiterin Lara Langfort-Riepen sagte allen potenziellen Bewerbern Hilfe bei der Medienausstattung zu. Sie unterstütze im Rahmen des Wettbewerbs auch Medienpartnerschaften mit außerschulischen Projektpartnern aus Kultur und Kommune.

Das Medienzentrum arbeitet eng mit Ostbelgien zusammen. Die Initiative Aachen 2025 hat eine Reihe niederländischer Mitglieder. So ist gewährleistet, dass der Wettbewerb wirklich euregional ausfällt.

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