In Obermaubach heißt es Land unter

Von: Lukas Weinberge rund Christoph Lammertz
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Wasserfahrzeug? Die Einfahrt d
Wasserfahrzeug? Die Einfahrt dieses Obermaubacher Hauses hat sich in einen See verwandelt. Etliche Keller in dem Kreuzauer Ortsteil wurden überflutet. Die Hauptstraße musste gesperrt werden. Foto: Weinberger

Obermaubach. „Solche Wassermassen haben wir hier noch nie gesehen. Wir stehen auf der Straße bis zu den Knien im Wasser.” Der Anruf aus Obermaubach kam am Sonntag gegen halb vier. Während der große Regen in weiten Teilen des Dürener Landes keine größeren Schäden anrichtete, hieß es in Obermaubach „Land unter”.

Die Wassermassen strömten aus Richtung Brandenberg und Bergstein ins Tal und verwandelten ganze Straßenzüge in dem beliebten Ausflugsort in Seenplatten. Etliche Keller liefen voll, Autos wurden überschwemmt, ganze Gärten hätten problemlos mit dem Boot befahren werden können. Alle neun Löschzüge der Gemeinde Kreuzau waren im Einsatz. Die Arbeiten dauerten bis in die Abendstunden an.

Los geht es im Hürtgenwald

Mit Blitz und Donner hatte sich das Unwetter im Nachmittag im Dürener Land angekündigt. Die ersten wolkenbruchartigen Regenfälle gingen in der Gemeinde Hürtgenwald nieder. Auch dort musste die Feuerwehr eine Reihe von Einsätzen fahren. Auch in der Stadt Düren gab es einige Keller, die leergepumpt werden mussten, ansonsten blieb es aber relativ ruhig. Eine Feuermeldung aus der Eberhard-Hoesch-Straße erwies sich als Fehleralarm.

Im Blickpunkt der Einsatzkräfte stand deshalb schnell die Gemeinde Kreuzau. Viel zu tun gab es zum Beispiel in Untermaubach, wo just an diesem Wochenende Schützenfest gefeiert wurde. Doch die Bruderschaft und ihre Gäste flüchteten in den Saal. An einen Umzug war nicht zu denken.

Doch verglichen mit der Situation im Nachbarort hatten auch die Untermaubacher noch Glück. Denn in Obermaubach standen manche Keller bis zur Türklinke unter Wasser. Rinnsale waren längst zu reißenden Bächen geworden. Die Hauptstraße Richtung Untermaubach musste für den Verkehr gesperrt werden. Mit Sandsäcken versuchten die Wehrleute, Häuser, auf die das Wasser zuströmte, zu schützen. Den Bewohnern eines Hauses in der Brandenberger Straße konnten die Einsatzkräfte auf diese Art nicht mehr helfen. Die Wassermassen, die aus dem Hürtgenwald Richtung Obermaubach schossen, hatten das Wohnhaus so überflutet, dass die Familie nicht mehr ohne Hilfe der Feuerwehr ins Freie kam. Eine andere Obermaubacherin musste mit einem Schock ärztlich versorgt werden. Ansonsten kamen Personen glücklicherweise nicht zu Schaden.
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