Immer mehr Vandalismus am Kölner Dom

Von: kna
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Der Kölner Dom ist nach wie vor die beliebteste Sehenswürdigkeit in Deutschland. In der letzten Zeit ist gerade die Westfassade aber immer öfter Ziel von Vandalen, die teilweise sogar Souvenirs aus dem Gemäuer hacken. Foto: dapd

Köln. Der Kölner Dom wird immer häufiger Ziel blinder Zerstörungswut. Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner überlege jetzt, die Portale einzäunen zu lassen, berichtete die „Rheinische Post”.

Bis zu 60.000 Euro Schaden entstehe der Dombauhütte Jahr für Jahr durch Vandalismus. „Die Situation wird immer schlimmer”, zitiert die Zeitung die Dombaumeisterin.

Nachts kletterten Menschen an der Fassade des Doms empor, schlügen mit Flaschen große Stücke aus dem Mauerwerk und den Figuren und nähmen die Steine mit nach Hause. Außerdem werde Graffiti gesprüht.

Vor allem die Westfassade - mit über 7000 Quadratmetern Fläche die größte Kirchenfassade der Welt - sei betroffen. Die „Mauerspechte” gingen dabei so aggressiv ans Werk, dass keineswegs von Kunstdieben auszugehen sei, ist Schock-Werner überzeugt: „Es ist ja nicht so, dass dort komplette Figuren gestohlen werden. Mit diesen Bruchstücken kann niemand etwas anfangen.”

Die Dombauhütte will nun laut Zeitung alle Schäden dokumentieren und eine Liste an die Kölner Polizei übergeben. „So kann es schließlich nicht weitergehen”, macht die Dombaumeisterin deutlich. Überlegungen, die Portale einzuzäunen, sind nicht neu und werden bereits am Südportal umgesetzt. „Nun auch noch das Hauptportal mit einem Zaun von den Menschen abzugrenzen, widerspricht eigentlich meinem Verständnis von Kirche”, sagt Barbara Schock-Werner. „Doch wenn wir die Situation nicht anders in den Griff bekommen, bleibt keine andere Möglichkeit.”

Die Kölner Polizei will sich der Sache jetzt jedenfalls annehmen. „Wir sind vor wenigen Tagen von der Dombaumeisterin informiert worden”, sagt Polizeisprecher Andre Faßbender der „Rheinischen Post”. „Wir werden nun ein Konzept zum Schutz des Doms erarbeiten.” Schon jetzt wird die Domplatte regelmäßig von Streifenpolizisten kontrolliert, künftig könnten diese Patrouillen noch verstärkt werden.
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