Im Zweifel für den Angeklagten

Von: wos
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Aachen. Was Meir Z. von einem Mitgefangenen vorgeworfen wurde, war harter Tobak. Als „Vergewaltiger vom Veltmanplatz” hatte der heute 51-Jährige die Menschen in Aachen in Angst und Schrecken versetzt, dafür wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Anfang 2007 in der Untersuchungshaft sei er dann in der Haftzelle über ihn, den schlafenden Zellengenossen, hergefallen, er habe ihn gefesselt, geknebelt und ebenfalls vergewaltigt.

Die Kammer habe „nicht sicher” feststellen können, sagte der Vorsitzende Richter Roland Klösgen am Donnerstag im Prozess am Landgericht, ob die Beschuldigungen des Zellenmitbewohners der Wahrheit entsprechen.

Jener habe sich in seiner Aussage zu sehr in Widersprüche verstrickt. Man habe den Eindruck gehabt, dass der Mann, ebenfalls ein verurteilter Vergewaltiger, sich in der Opferrolle gefiel. Deshalb sprach die Kammer Z. frei. „Ich bin aber keinesfalls völlig von der Unschuld des Angeklagten überzeugt”, betonte der Richter.

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