Aachen - Im Januar hat ein Stau im Kreuz ein Ende

Im Januar hat ein Stau im Kreuz ein Ende

Von: Claudia Schweda
Letzte Aktualisierung:
Kreuz Aachen
Am 4. Januar werden weitere neue Autobahnabschnitte für den Verkehr freigegeben. Alle, die von Düsseldorf Richtung Niederlande oder Aachen wollen, werden dann früher als bislang im Norden am Kreuz vorbeigeführt; zunächst über eine Behelfs-Trasse. Foto: flyingeye.nl
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Planen den Umbau des Aachener Kreuzes: Ernst Gombert (rechts) und Klaus Erdorf vom Landesbetrieb Straßenbau.

Aachen. Die Planer des Umbaus am Autobahnkreuz Aachen können nach fast sechs Jahren Bauzeit an einige Teilprojekte einen Haken machen. Dazu gehört die zentrale Brücke im Kreuz, der sechsspurige Ausbau der A44 südlich davon Richtung Belgien und der dreispurige Ausbau der A4 am westlichen Ende des Kreuzes Richtung Niederlande.

Insgesamt gehen die Arbeiten auf der Nordhälfte des Kreuzes dem Ende entgegen. Auf der südlichen Hälfte dagegen hängt alles vom Neubau der A4-Brücke über die A544 ab, die aus Richtung Niederlande ins Kreuz hineinführt. Ein Überblick:

Am 4. Januar werden weitere neue Autobahnabschnitte für den Verkehr freigegeben. Alle, die von Düsseldorf Richtung Niederlande oder Aachen wollen, werden dann früher als bislang im Norden am Kreuz vorbeigeführt; zunächst über eine Behelfs-Trasse. Die trifft dann aber auf die bereits fertige, bislang noch ungenutzte Verkehrsführung am westlichen Ende des Kreuzes – Richtung Niederlande und A 544. Damit ist der morgendliche Stauauslöser Nummer 1 – der Kreuzungsverkehr mit den Autofahrern aus Richtung Köln – vorbei.

Wie beim Kreuzumbau geplant, sind diese beiden Verkehrsströme dann komplett getrennt. „Damit hat der Stau an dieser Stelle hoffentlich ein Ende“, sagt Klaus Erdorf, Diplom-Ingenieur beim Landesbetrieb Straßenbau und einer der Planer des Kreuzumbaus.

Unter Hochdruck wird daran gearbeitet, die Brücke befahrbar zu machen, die schon seit geraumer Zeit im Norden des Kreuzes fertig zu sehen ist. In etwa drei Monaten soll es soweit sein. Danach wird der Verkehr von Düsseldorf Richtung Aachen und Niederlande von der eben beschriebenen Behelfs-Trasse wie geplant über diese dann fertiggestellte Brücke laufen.

Gleichzeitig kann dann unter der Brücke hindurch der Verkehr von Belgien nach Aachen und in die Niederlande fließen – und deren Kreuzungsverkehr mit den Autofahrern aus Richtung Düsseldorf hat ein Ende. Danach folgen noch Restarbeiten in den nördlichen Schleifen am Autobahnkreuz – von Köln Richtung Belgien und Belgien Richtung Aachen/Niederlande.

Der Leiter der Umbauplanungen, Ernst Gombert, kündigt jetzt schon an, dass dafür diese Schleifen und auch die Abbiegespur von Köln Richtung Düsseldorf im Frühsommer für zwei bis vier Wochen gesperrt werden müssen. Im Sommer soll der Umbau des nördlichen Autobahnkreuzes abgeschlossen sein. Zehn Fahrspuren liegen dann dort nebeneinander.

Im Sommer des kommenden Jahres sollen Autofahrer wieder aus Richtung Düsseldorf nach Köln fahren können. Die Brücke, die dafür in der südwestlichen Schleife im Kreuz nötig ist, nimmt derzeit Formen an. Die Brücke soll im Frühjahr 2016 fertig sein. Bis zum Sommer soll dann die Fahrbahn in der Schleife folgen.

Noch ein wenig offen ist für Gombert und Erdorf der Zeitplan des Brückenneubaus über die A 544. Sie nennen das Bauwerk einen „Überflieger“: Die derzeit zweispurige Fahrbahn bildet eine Linkskurve und ist leicht nach innen geneigt. Das macht die Statik der künftig vierspurigen Brücke kompliziert. „Wenn alle Lkw auf der linken Hälfte stehen, weil alle nach Köln wollen, wirken da unheimlich große Kräfte“, sagt Gombert. Und viel Platz für Stützen ist angesichts der A544-Fahrbahn darunter nicht.

Derzeit wird der Entwurf der Statik geprüft. Erst nach der Genehmigung wird der Neubau zusammen mit der Ersatzbrücke, die für die Bauphase gebraucht wird, ausgeschrieben. Es geht um insgesamt 25 bis 30 Millionen Euro. Bei einer so hohen Summe sind Einsprüche im Vergabeverfahren nicht ausgeschlossen. Auch das macht das Projekt wenig planbar.

Die optimistischste Planung geht davon aus, dass in etwa einem Jahr mit dem Bau der Behelfsbrücke begonnen werden kann. Allerdings laufen derzeit schon die Rodungsarbeiten für diese Brücke, um nicht deswegen am Ende Zeit zu verlieren, „weil auch wir das nur zwischen Oktober und Februar dürfen“, sagt Erdorf. Erst parallel zu diesen Brückenbauarbeiten werden die Fahrspuren im südlichen Autobahnkreuz neu- und umgebaut.

Ein zusätzliches Projekt neben dem Umbau des Kreuzes ist der Ausbau der A44. Die Fahrbahnen sollen auch im Norden des Kreuzes auf einer Länge von knapp 1,3 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen dreispurig werden. Der Ausbau soll im Sommer 2016 beginnen. Der erste Bauabschnitt im Anschluss ans Kreuz soll Ende 2017 fertig sein. Danach wird der zweite in Angriff genommen.

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