Illegale Waffen aus dem Internet: Polizei wird auch in Düren fündig

Von: Angela Delonge
Letzte Aktualisierung:

Düren. Bei der Durchsuchung einer Dürener Wohnung hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt gestern einen illegal erworbenen Schreckschussrevolver im Wert von 399 Euro sichergestellt. Gegen den Käufer der Waffe, einen 46-jährigen Dürener, wurde ein Verfahren wegen des Verdachts auf unerlaubten Erwerb und Besitz von Schusswaffen eingeleitet.

Wie Hunderte andere Deutsche hatte der Mann die Waffe, die in Deutschland verboten ist, im Mai vergangenen Jahres in einem Internetshop mit dem zynischen Namen „Migrantenschreck“ bestellt. Die Durchsuchung fand im Rahmen einer Razzia in elf Bundesländern statt. Nach Erkenntnissen der Ermittler haben mindestens 198 Kunden über diese Website eine oder mehrere Waffen bestellt und auch erhalten. Der Internetshop ist nicht mehr online.

Die Waffen werden mit Platzpatronen geladen, verschießen aber auch Hartgummikugeln, die schwere Verletzungen verursachen und sogar Menschen töten können. In Ungarn dürfen diese Waffen von Erwachsenen legal erworben werden, in Deutschland jedoch gelten sie als Schusswaffen und sind verboten. Dem Medienportal „Zeit online“ waren im Dezember die Daten der deutschen Käufer zugespielt worden. Daraus geht unter anderem hervor, dass es im Juni vergangenen Jahres auch eine Bestellung aus der Eifelgemeinde Simmerath gegeben hat: ein Schreckschussrevolver mit 100 Stück Hartgummigeschossen und weitere Munition für 448,98 Euro.

Eine Hausdurchsuchung fand nach Recherchen unserer Zeitung bisher nicht statt.

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