Ihre Hilfe ist nötig: Lorena kommt nur mit OP auf die Beine

Von: kalauz
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Die sechsjährige Lorena aus dem Kosovo wohnt zur Zeit bei ihrem Onkel in Erkelenz. Sie leidet an infantiler Cerebralparese und soll in Düsseldorf operiert werden. Dafür fehlen noch die nötigen Mittel. Foto: kalauz

Erkelenz. „Das“, sagt der Onkel, „das kannst du eigentlich viel besser“. Wenige Minuten später hält sie mit ihren kleinen Händen ein Blatt vor das Gesicht. Dreimal hat sie da in Druckbuchstaben ihren Namen draufgeschrieben. Lorena. „Ja“, sagt der Onkel, „das ist jetzt richtig schön“. Der Onkel ist Qausch Januzaj. Die sechs Jahre alte Lorena hat er im vergangenen Jahr zu sich nach Erkelenz geholt.

Weil man ihr in Deutschland besser helfen kann als dort, wo beide eigentlich Zuhause sind. „Die Ärzte im Kosovo haben ihr ein Jahr lang nur so eine Art von Sirup gegeben. Und nichts ist besser geworden, das passte einfach nicht. Da haben wir uns entschlossen, sie mit nach Deutschland zu nehmen und hier medizischen Rat zu suchen.“

Lorena ist als Zwillingskind in der 32. Woche der Schwangerschaft auf die Welt gekommen, acht Wochen zu früh also; ihr Zwillingsbruder starb kurz nach der Geburt. Dass mit dem Kind irgendetwas nicht stimmt, wurde der Familie bewusst, als Lorena auch mit zwei Jahren noch nicht laufen konnte. Nach mehreren erfolglosen Therapieversuchen im Kosovo brachte dann die Diagnose in der Kinderklinik des Bethlehem-Gesundheitszentrums in Stolberg die Gewissheit: Lorena leidet an infantiler Cerebralparese, die Muskulatur beider Beine ist spastisch gelähmt.

„Es war unser großes Glück“, sagt Qaush Januzaj, „dass ich Dr. Volker Siller kennengelernt habe“. Bekannte hatten ihm den Namen des Arztes am Stolberger Krankenhaus, der auch Vorsitzender des Vereins Menschenskind ist, genannt. „Das Kind hat mein Herz gewonnen, es ist ein Spaß, mit ihr zusammen zu sein, ich mache nur Blödsinn mit ihr“, sagt Dr. Siller. Ihm wurde schnell klar, dass eine intensive physiotherapeutische Behandlung dringend vonnöten war. Die Finanzierung übernahm der Verein Menschenskind.

„Ich habe mich als Fliesenleger gerade in Erkelenz selbstständig gemacht“, sagt Qaush Januzaj, der vor zwei Monaten selbst Vater einer gesunden Tochter geworden ist. „Das ist für uns finanziell eine schwierige Situation momentan.“ Da sich der Zustand von Lorena trotz der Physiotherapie weiter verschlechtert hat, sieht Dr. Siller in einer Operation die einzige Chance, dass Lorena richtig laufen lernt. „Für die Operation, die hohe Erfolgsaussichten hat, mit der anschließenden Reha benötigen wir eine enorme Summe. Diese Summe kann die Familie niemals allein aufbringen“, sagt Siller.

Aus Zuwendungen von Fördervereinen und aus Stiftungen ist bisher rund die Hälfte der Summe zusammengekommen, darunter vom Verein „Die Heinselmänner“, der unverschuldet in Not geratenen Bewohnern des Kreises Heinsberg hilft und für Lorenas Behandlung 8000 Euro zur Verfügung stellte.

Operiert werden soll Lorena in der Kinderneuroorthopädie der Uniklinik in Düsseldorf. Die anschließende sechswöchige Reha in der St.-Mauritius-Kindertherapie­klinik in Meerbusch allerdings verschlingt für Mutter und Kind noch einmal eine beträchtliche Summe. „Um diese Kosten decken zu können, sind wir dringend auf weitere Spenden angewiesen“, sagt der Vorsitzende des Vereins Menschenskind. „Lorena ist ein sehr fröhliches Kind und sehr kommunikativ.“

Wer dem Mädchen helfen will, kann dies mit einer Spende mit dem Stichwort Lorena.

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