Ideen für urbane Siedlungen der Zukunft gesucht

Von: Rolf Hohl
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Hofft auf eine Realisierung der Gewinnerentwürfe: Klaus Klever, Bund Deutscher Architekten Aachen. Foto: Hohl

Heerlen. Nicht nur ein Haus, sondern gleich eine kleine Siedlung sollte es sein. Das war die Zielvorgabe für einen Architektenwettbewerb, den der Bund Deutscher Architekten (BDA) Aachen voriges Jahr gestartet hatte. Aus den eingereichten Arbeiten der Nachwuchsarchitekten sind nun die Vielversprechendsten ausgesucht worden.

Noch bis Sonntag sind sie im Schunck Glaspalais in Heerlen, Bongerd 18, zu sehen.

Für Menschen in unserer Region ist der Ideenwettbewerb „projective habitat“ besonders interessant. Denn die drei Grundstücke, die als Spielwiese für die Kreativität der Architekten dienten, befinden sich in Jülich auf brachliegendem FH-Gelände, in Vaals an der Grenze und in Aachen. Zumindest eines der ausgestellten Finalistenprojekte soll letztlich verwirklicht werden. „Es war vor allem unsere Intention, den Nachwuchs zu fördern und nicht ständig dieselben Ideen zu reproduzieren“, sagt der Vorsitzende des BDA Aachen, Klaus Klever.

Und der Nachwuchs lieferte: Aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland kamen die Vorschläge. „Es sollte um die Frage gehen, wie urbanes Wohnen in Zukunft aussehen soll“, sagt Klever. Die Antworten darauf sind vielfältig. Für das Grundstück in Vaals etwa hat sich die Arbeitsgemeinschaft Additiv durchgesetzt, deren Name auch für die Art der Konstruktion steht. Die Architekten haben sich dabei auf die Gestaltung einzelner Elemente konzentriert, die anschließend kombiniert werden können.

In ihrem Vorschlag wird daraus eine Einheit, die nicht langweilig wird und sich dennoch in das Stadtbild einfügt. Das sei ein Projekt, sagt Klever, bei dem er gute Voraussetzungen für eine Umsetzung sehe. Für den denkmalgeschützten Branderhof in Aachen werden zwei Ideen präsentiert. Eine Idee kommt von Bartscher Architekten, die ein stark räumlich ausgeprägtes Konzept vorlegten. Die zweite Idee des Architekturbüros Fakt konzentriert sich demgegenüber eher auf eine Kombination von Natur und Gebäude. Beide Vorschläge waren für die Jury auf ihre Weise überzeugend, so dass beide mit einem Preis ausgezeichnet wurden.

Für die nun brachliegende Fläche am früheren Standort der Fachhochschule Jülich kam der Entwurf vom Atelier Fanelsa, das aber von der Jury wegen der Aufteilung der Gebäude auf den Grundstücken nicht ausgezeichnet wurde. „Das ist ein sehr japanisch angehauchtes Konzept mit sehr viel Holzbau“, erklärt Klever. Er hoffe, dass zumindest ein Teil dieses Wettbewerbsbeitrags in die Planung der Siedlung mit einfließe.

Nun gilt es für ihn und die Wettbewerbsteilnehmer darauf hinzuarbeiten, dass dereinst der eine oder andere Entwurf auch umgesetzt wird. „Das soll auf keinen Fall eine Arbeit für die Schublade gewesen sein“, sagt er.

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