Hund getötet statt im Tierheim abgegeben

Von: dpa
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Tod statt Tierheim: Weil er den Hund seiner Familie umgebracht hat statt ihn im Heim abzugeben, ist ein 52 Jahre alter Mann aus Düsseldorf am Donnerstag zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Foto: dpa

Düsseldorf. Tod statt Tierheim: Weil er den Hund seiner Familie umgebracht hat statt ihn im Heim abzugeben, ist ein 52 Jahre alter Mann aus Düsseldorf am Donnerstag zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Das Landgericht erhöhte in zweiter Instanz die Strafe, in die noch andere Delikte einflossen, auf mehr als 3000 Euro.

Die Ehe des Mannes war in eine Krise geraten, der Hund sollte deshalb ins Heim. Seine Frau hatte dem 52-Jährigen 100 Euro gegeben, um den Mischling dort unterzubringen. Aber der Hund kam nie im Tierheim an.

Bei einem Polizeieinsatz nach einem heftigen Ehekrach stießen die Beamten acht Wochen später in der Garage des Mannes auf den Kadaver des Tieres. Die Tochter der Familie hatte zuvor vergeblich versucht, ihren Hund im Tierheim zu besuchen.

Der Hundehalter behauptete, der acht Jahre alte Vierbeiner sei auf dem Weg ins Tierheim tot zusammengebrochen. Die Staatsanwältin vermutete dagegen, der Mann habe das Tier getötet, um sich an seiner Familie zu rächen. Wegen Tötung eines Wirbeltieres, Bedrohung und EC-Kartenbetrugs wurde der 52-Jährige schuldig gesprochen.

In erster Instanz war er noch zu 2700 Euro Strafe verurteilt worden. Dabei hatte das Amtsgericht sich anscheinend schlicht verrechnet: Allein für den EC-Kartenbetrug hatte der Mann 2800 Euro zahlen sollen. Doch die Gesamtstrafe mit den weiteren Delikten war schließlich geringer ausgefallen als die Einzelstrafe.

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