Hohe Temperaturen führen zu Ernteeinbußen bei Landwirten

Von: ddp
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Nach der späten Aussaat im Frühjahr sollte die Getreideernte eigentlich erst in zwei Wochen beginnen. Durch die hitzebedingte „Notreife” aber laufen die Mähdrescher schon jetzt auf Hochtouren. Foto: Abels

Bonn. Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen werden bei den nordrhein-westfälischen Bauern in diesem Jahr zu Ernteeinbußen führen. „In ganz NRW ist es zu trocken. Betroffen sind besonders die Landwirte am Niederrhein und in den Kreisen Borken, Coesfeld und Steinfurt”, sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW, Bernhard Rüb.

Dabei könnte die Ernte allerdings „regional unterschiedlich” ausfallen. So ist laut Rüb der Ertrag bei der Wintergerste „schlecht bis normal”. Derzeit werde der Winterweizen geerntet. Dort seien „deutliche Mindererträge” zu erwarten. Die Maisernte beginne erst im September, hier sei eine Prognose derzeit noch schwierig.

Neben der Hitze sorgten auch Unwetter für Schäden. So hatten Starkregen und Hagel vor etwa zwei Wochen bei einigen Landwirten im Bereich Wachtberg und Meckenheim Totalschäden verursacht. Betroffen waren unter anderem der Obstanbau oder Felder mit Mais und Zuckerrüben.

Im vergangenen Jahr sei die Ernte in NRW noch „super” gewesen, berichtete Rüb. Damit sei in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Das einzig Positive an der derzeitigen Situation sei, dass die Erntebedingungen momentan „ideal” sind.

Laut dem Sprecher gibt es in Nordrhein-Westfalen rund 47.500 landwirtschaftliche Betriebe. Landesweit werden rund eine Million Hektar als Ackerland und 424.000 Hektar als Grünfläche genutzt.

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