HIV-Infizierter wegen Vergewaltigung vor Gericht

Von: dpa
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Köln. Ein HIV-infizierter Mann muss sich seit Donnerstag wegen Vergewaltigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Laut Anklage soll er in der Zeit von Oktober 2002 bis November 2005 seine damalige Lebensgefährtin trotz Wissens um seine HIV-Infektion immer wieder zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr gezwungen haben, ohne sie jedoch anzustecken.

Vor Gericht gab der 35-Jährige lediglich die letzte der acht angeklagten Taten zu, die nach dem Ende der Beziehung zu der Frau geschehen sei. Einer der Übergriffe sei zudem „ein Unfall” gewesen, sagte der Angeklagte. Die anderen Sexualkontakte seinen einvernehmlich geschehen. Dabei sei er nicht davon ausgegangen, dass er seine Partnerin anstecken würde - schließlich habe er seine mittlerweile von ihm geschiedenen Ehefrau auch nicht infiziert.

Zwischen seiner Ex-Freundin und der damaligen Ehefrau sei er seinerzeit „hin und her gependelt”, schilderte der aus Jamaica stammende Mann. Beide Frauen hätten von seiner HIV-Infektion gewusst und jahrelang mit ihm freiwillig ungeschützten Sex gehabt. Zudem hätten Beide Kinder von ihm, die ebenfalls nicht infiziert seien.

Der Mann war bereits 2007 zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Damals hatte ihn seine frühere Ehefrau wegen mehrfacher Vergewaltigung angezeigt.

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