Hilferuf der verhungernden Kinder aus Ostafrika

Von: Manfred Kutsch
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Für Hunderttausende Kinder in Ostafrika geht es um Wochen, Tage, manchmal auch nur Stunden, in denen es sich entscheidet, ob ihr Leben gerettet werden kann. Im Rahmen der langjährigen Partnerschaft mit Unicef startet unsere Zeitung die Sofortaktion „Wir wollen leben” für die Hungernden in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti.

Spenden auf unser Konto 331900, Sparkasse Aachen, BLZ 390 500 00 fließen direkt ins Krisengebiet. 55 Euro kosten zum Beispiel 150 Pakete Erdnusspaste mit allen lebenswichtigen Nährstoffen und Vitaminen, mit 18 Euro kann Unicef zwanzig Packungen hochproteinhaltige Kekse finanzieren.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ist mit 300 Mitarbeitern vor Ort, die über das seit Jahrzehnten gewachsene Netzwerk mit 100 lokalen Partnerorganisationen die Notversorgung steuern. „Natürlich geht es zunächst primär um die umfassende Nahrungsversorgung.

Aber im nächsten Schritt ist der schnelle Aufbau von gesundheitlichem Schutz und Zugang zu Wasser in den überbordenden Lagern dringend erforderlich”, sagt Rudi Tarneden, Sprecher von Unicef-Deutschland. Unsere Zeitung wird im Herbst in die Krisenregion reisen, Einblick in die Spendenverwendung unserer Leser erhalten und ab Mitte November darüber berichten.

„Im Süden von Somalia ist inzwischen jedes zweite Kind mangelernährt und damit bereits bei Durchfall mit dem Tod bedroht”, sagte Tar-neden. Insgesamt 500 000 Kinder befinden sich laut Unicef in akuter Lebensgefahr.

Die Verzahnung von Krieg, Dürre und rapide gestiegenen Lebensmittelpreisen treibt Millionen in die Flucht: Die Lager in Kenia und Äthiopien platzen aus allen Nähten. Hungerflüchtlinge, überwiegend Familien von Viehhütern und Ackerbauern, bauen sich mit Reisig und Decken notdürftige Behausungen und werden mit Mais, Bohnen und Speiseöl versorgt.

Von Kenia aus ist ein Unicef-Schifftransport mit 200 Tonnen Getreidebrei auf dem Weg in die somalische Hauptstadt Mogadischu. Ende vergangener Woche hatte das Kinderhilfswerk fünf Tonnen Kindernahrung und Medikamente nach Baidoa geflogen.

Ferner unterstützt Unicef über 200 Gesundheitsorganisationen im Süden von Somalia mit Impfstoffen und technischem Gerät.
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