High Tech gegen Rückenschmerzen bei Waldarbeitern

Von: Peter Stollenwerk
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Es kommt auf die richtige Haltung an: Forstwirte der Gemeinde Roetgen demonstrieren ihre Arbeit vor den Augen des Präventionsausschusses der Unfallkasse NRW. Foto: Peter Stollenwerk

Roetgen. Auf die richtige Haltung kommt es an bei körperlicher Belastung, denn sonst schmerzt schnell der Rücken und es kann zu langfristigen Schädigungen kommen, die am Ende auch die Krankenkassen viel Geld kosten. Vor zwei Jahren startete daher die in Düsseldorf ansässige Unfallkasse NRW, sozusagen die Berufsgenossenschaft für den öffentlichen Dienst, die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“.

 In diesem Jahr endet die dreijährige Kampagne, deren Ziel es war, arbeitsbedingte Rückenbelastungen durch richtiges Verhalten zu verringern. Der Präventionsausschuss der Unfallkasse begleitet die Umsetzung der Maßnahme in besonderer Weise. Bei einer Tagung im Rathaus der Gemeinde Roetgen befasste man sich mit der Thematik „Beanspruchung des Muskel-Skelett-Systems durch Belastung beim Fällen und Entasten von Bäumen.“

Im praktischen Teil des Treffens demonstrierten Forstwirte der Gemeinde Roetgen vor Ort verschiedene Tätigkeiten, die den Rücken in hohem Maße belasten. Vorgestellt wurde dabei das sogenannte Culea-Messsystem (Computerunterstützte Erfassung und Langzeit-Analyse von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems). Die Pilotstudie stand bereits auf der Fachmesse Interforst 2014 in München im Blickpunkt.

Mit Hilfe des Messsystems können körperliche Belastungen realistisch erfasst werden, und eine etwa zu stark gebeugte Haltung beim Führen einer Motorsäge korrigiert werden. Auch das Wenden von gefällten Bäumen bedeutet eine hohe Kraftanstrengung. Die Testperson wird mit einer hochsensiblen Sensorik ausgestattet, die auch über der Arbeitskleidung getragen werden kann. Die passende Software liefert dann eine automatisierte Auswertung. Basierend auf diesen Daten lassen sich dann Maßnahmen zur Vermeidung berufsbedingter Gesundheitsgefahren ableiten. Da im Roetgener Wald allerdings tiefer Winter herrschte, wurden die Tests in der Halle abgehalten, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

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