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Herzogenrather Autor Jürgen Bärbig stellt neues Werk vor

Von: Alexander Barth
Letzte Aktualisierung:
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Reise ins alte England: Jürgen Bärbig hat unter dem Pseudonym Nathan Winters seinen neuen Roman veröffentlicht. Foto: Barth

Herzogenrath. Für Jürgen Bärbig liegt der Wilde Westen ganz nah. Und das viktorianische England ebenso. Der 45-Jährige erkundet diese historischen Schauplätze von Herzogenrath aus – als Autor von Büchern, Kurzgeschichten und Hörspielen. „Ich fühle mich diesen Zeitabschnitten und Szenarien der Weltgeschichte verbunden“, sagt Bärbig.

Er ist gelernter Maler, doch mittlerweile nähert er sich seinen persönlichen „traumhaften Verhältnissen“: vom Schreiben leben zu können. Was 2010 mit der Einladung zu einem einjährigen Langzeit-Coaching für ambitionierte Schreiber bei einem renommierten Verlag begann, soll sich mittelfristig zu einem echten Autorenleben entwickeln.

Die halbe Strecke auf dem Weg zum Vollzeitliteraten hat er bereits geschafft. Seine bisherigen Veröffentlichungen bringen so viel ein, dass er das Pensum in seinem ursprünglichen Beruf schon deutlich reduziert hat. „Ich stehe sonntags früh auf, um mich an den Computer zu setzen und zu schreiben.

Es ist wie ein Verlangen. Ich bin dagegen noch nie aufgewacht und habe den Drang verspürt, eine Wand zu streichen“ – so knapp wie bildhaft beschreibt Bärbig die Leidenschaft, mit der er sich einen Namen bei Lesern machen möchte. Gerade erst durfte der Herzogenrather sein aktuelles Werk auf der Leipziger Buchmesse vorstellen.

Apropos Namen: Unter seinem Geburtsnamen wird ihn wohl kaum je ein Literaturfreund kennen lernen. Seinen Lesern stellt sich Bärbig unter verschiedenen Pseudonymen vor. Als Nathan Winters hat er sein neues Buch „Das Geheimnis der Madame Yin“ veröffentlicht, für die Western-Reihe „Three Oaks“ schlüpft er in die Aurorenpersönlichkeit Dan Adams.

„Pseudonyme gefallen mir“, erklärt Bärbig einleuchtend die Tatsache, dass er sich ein Stück weit von seinem Namen getrennt hat. „Und seien wir ehrlich: Eine Wildwest-Geschichte oder eine Story im London des 19. Jahrhunderts braucht einfach einen englisch klingenden Autorennamen.“

Fantasy, Krimi, Horror – in diesem beliebten Dreieck populärer Literatur bewegt sich der 45-Jährige. Vor dem aktuellen Roman hat Bärbig bereits Kurzgeschichten und Hörbücher veröffentlicht. „In diesem Bereich möchte ich unbedingt noch mehr machen“, sagt Bärbig. „Live-Hörspiele zum Beispiel machen großen Spaß.“ Das Lesungsformat mit atmosphärischer Musikuntermalung und Geräuschkulisse hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

Inspiration für seine nicht selten blutrünstigen Geschichten bezieht Bärbig auch aus seinen nicht unbedingt martialischen Hobbys: „Geschichte und Archäologie faszinieren mich. Dazu bin ich auch in der Region besonders gern unterwegs.“ Ende März hat er sich aber nach Leipzig aufgemacht – auch, um ein wenig in die große weite Welt der Vollprofis zu schnuppern. „Eine tolle Erfahrung, daran könnte ich mich gewöhnen“, sagt der Autor mit Ambitionen.

Demnächst stellt Jürgen Bärbig sein neues Buch in der Region vor: Am 12. Mai liest er in der Buchhandlung Katterbach (20 Uhr, Südstraße 67) in Herzogenrath-Kohlscheid, am 7. Juli ist er in der Aachener Feinkosthandlung „Vom Fass“ (20 Uhr, Schmiedstraße 14-16) zu Gast. Dann gibt es Whisky und englische Häppchen.

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