Herzliche Einladung ins Oberstübchen

Von: Axel Borrenkott
Letzte Aktualisierung:
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So viel Gehirn war noch nie in der Euregio. Foto: imago/imagebroker

Kerkrade. So viel Gehirn war noch nie in der Euregio. Ein ganzes Jahr lang Ausstellungen, Veranstaltungen und Aktionen rund um unser interessantestes und kompliziertes Körperteil bietet das Continium Kerkrade in Verbindung mit niederländischen und deutschen Forschungsstätten, Krankenhäusern und Unternehmen.

Lernen und Gedächtnis, Schmerzen und Demenz, Sinne und Gefühle. Alles verständlich aufbereitet, versprechen die Veranstalter, die die Mehrzahl der Vorträge allerdings auf Niederländisch anbieten.

Basis für das „Project Brain” ist die bereits seit Juni im Continium Kerkrade bestehende Ausstellung „Get Smart! Entertain your Brain” (werde intelligent, unterhalte dein Gehirn). Wie der programmatische Titel signalisiert, laden hier rund 40 interaktive Geräte dazu ein, die aktuellen Fähigkeiten seines Gehirns zu testen und es zu trainieren. Das reicht von Memory-artigen Spielen bis zum Computertomographen, der tiefe Einsichten ins Oberstübchen bietet. Sogar Kugeln kann man allein mit der Kraft seiner Gedanken zum Rollen bringen. Klappt aber nicht immer.

Jeder Besucher kann sich beim Einlass einem kleinen Test unterziehen, um eine auf seine Merkmale zugeschnittene Trainingsreihe zu absolvieren. „Damit werden genau die Bereiche des Gehirns gefordert, die ein wenig Training gebrauchen können”, verspricht das Ausstellungskonzept vielleicht ein wenig zu viel an unmittelbarer Wirkung. Kindern macht es auf jeden Fall viel Spaß.

Das anspruchsvolle Programm des im Januar beginnenden Kopf-Projekts erweitert diese Ausstellung - die im Sommer 2012 neu bestückt wird - um aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung. Sie werden vornehmlich beigesteuert von der Universität Maastricht, der Open Universiteit Heerlen und dem Alzheimer Centrum Limburg.

Beteiligt ist aber auch, zum Beispiel, die Grünenthal GmbH, die Vorträge über den Weg des Schmerzes von den Körperregionen in das Gehirn organisiert. „Ein Fakir auf dem Nagelbett. Ein schmerzfreies Leben?” heißt dieser Vortrag, die am Sonntag, 5. Fe­bruar, ab 14.30 Uhr im Continium stattfindet und auf Deutsch gehalten wird. Die meisten anderen Veranstaltungen im ersten Quartal 2012 sind auf Niederländisch, jedoch finden sich im Programmheft deutsche Zusammenfassungen. „Warum uns das Gedächtnis ab und zu im Stich lässt” oder „Der freie Wille existiert nicht”, gehören zu solchen Vorträgen, die im Rahmen des Projekts in der Universität Maastricht angeboten werden.

Das grundlegende, optimistische Motiv, das hinter „Project Brain” steht ist, dass „das Gehirn imstande ist, sich ständig weiterzuentwickeln”. Daher sei es „für jedermann wichtig, sich mit diesem Potenzial aktiv auseinanderzusetzen”. Und zu diesem Zweck kann man ja auch die Gelegneheit nutzen und noch mal ein beetje nederlands üben. Und im Übrigen ziemlich sicher sein, dass Fragen auch auf Deutsch beantwortet werden können.
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