„Helau” und „Alaaf” am Sonntag: Jecken holen Rosenmontagszüge nach

Von: dpa
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Karnevalsumzug
Ein Mottowagen mit einer Figur von Franz Beckenbauer und der Häftlingskleidung von Uli Hoeneß ist beim Karnevalszug in Dortmund zu sehen. Der Karnevalszug wird als Ersatz für den wegen des angekündigten Sturms ausgefallenen Rosenmontagszug nachgeholt. Foto: Ina Fassbender/dpa

Euskirchen. Mit 27 Tagen Verspätung haben am Sonntag in Dortmund, Ahlen im Münsterland und im rheinischen Euskirchen die Jecken ihre ausgefallenen Rosenmontagszüge nachgeholt. Ein Sturm hatte die Umzüge am 8. Februar verhindert. Jetzt hieß es mit Verspätung im Rheinland und Westfalen „Alaaf” und „Helau”.

Die Dortmunder Jecken nutzten die aktuellen Skandal-Nachrichten rund um den Weltfußball-Verband FIFA und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und zogen Franz Beckenbauer durch den Kakao. Auf einem Motivwagen tauschte der Fußball-Kaiser die Knastkleidung mit Uli Hoeneß, der die Zelle symbolisch für seinen ehemaligen Mitspieler beim FC Bayern im Gefängnis freimacht.

Der Zuspruch der Karnevalisten war deutlich geringer als gewohnt. In Dortmund standen viele Besucher des Zuges auch ohne Kostüm am Straßenrand. Hier war die Strecke auch deutlich kürzer. 33 Gruppen mit 11 von ehemals geplanten 20 Wagen rollten über die Straßen in Richtung Rathaus. In Ahlen feierten viele auswärtige Karnevalsfans nach dem Zug noch bei einer After-Zug-Party in der Stadthalle weiter.

Auch in Euskirchen bei Bonn waren die Vereine und Gruppen am Sonntag auf der Straße. In der Landeshauptstadt rollen die Motivwagen am nächsten Sonntag. Düsseldorf holt den ausgefallenen Rosenmontagszug am 13. März nach.