Heilpraktiker: 70 verdächtige Fälle

Von: cs
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Biologisches Krebszentrum Bracht Brüggen
Das Gebäude des Biologischen Krebszentrums Bracht. Gegen den Betreiber der Einrichtung wird wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in mehreren Fällen ermittelt. Foto: Henning Kaiser/dpa

Brüggen. Die Zahl der Krebspatienten, die nach einer alternativen Behandlung in einer Heilpraktiker-Praxis in Brüggen gestorben sind, könnte wesentlich höher liegen als bislang vermutet. Nach Informationen unserer Zeitung untersuchen die Ermittler nach der Analyse der Krankenakten aus der alternativen Krebspraxis rund 70 Fälle.

Geklärt werden muss, ob die Patienten an den Folgen ihrer Krebserkrankung gestorben sind oder an der Verabreichung des nicht zugelassenen Präparats 3-Bromopyruvat. Die Leichen, die nicht eingeäschert wurden, werden möglicherweise exhumiert, um obduziert werden zu können.

Anfang August waren zunächst drei ungeklärte Todesfälle von Patienten der Praxis bekanntgeworden. Gegen den Heilpraktiker wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Er arbeitete erst seit September 2014 in Brüggen. Die rund 70 Behandlungen mit 3-Bromopyruvat müssen also in nicht einmal zwei Jahren erfolgt sein. Die Behandlung kostete 10.000 Euro.

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