Gangelt/Geilenkirchen - Heide-Leiche: Helfer finden Eisenplatten

Heide-Leiche: Helfer finden Eisenplatten

Von: Georg Schmitz
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Auch in der kommenden Woche wird in der Teverener Heide weiter nach der Leiche gesucht, die vor mehr als 17 Jahren hier in einer Mülltonne „entsorgt“ worden sein soll.. Foto: Georg Schmitz

Gangelt/Geilenkirchen. Die Bagger fressen sich unaufhaltsam weiter ins Erdreich, aber bisher gibt es noch keine Spur von der gesuchten Leiche. Etwas acht bis zehn Fußballfelder ist die Fläche in der Teverener Heide groß, die seit August systematisch umgewälzt wurde.

Die Ermittlungsbehörden müssen ziemlich sicher sein, dass hier irgendwo die Mülltonne mit der Leiche liegen muss, die der zwischenzeitlich verstorbene, in den 1990er-Jahren für ein Brunssumer Transportunternehmen arbeitende Maschinist damals hier abgekippt haben soll.

„Föns“, nannten seine Bekannten den im Alter von über 70 Jahren Verstorbenen, der immer gerne in die Bahnhofskneipe nach Schierwaldenrath kam. Seine Freunde hörten gerne zu, wenn er sich das Akkordeon nahm und Lieder vortrug. All diese Freunde wurden in der Angelegenheit zwischenzeitlich von der Polizei vernommen. In den letzten Jahren seines Lebens wurden die Augen des Maschinisten immer schlechter, so dass für den leidenschaftlichen Zigarrenraucher das Steuern von Bagger- oder Lkw ohnehin nicht mehr in Frage kam.

Großer Suchaufwand

Am Freitagmorgen kamen bei der Leichensuche in der Teverener Heide zwei Eisenplatten zum Vorschein, die zwecks weiterer kriminaltechnischer Recherche von der Spurensicherung abgeholt wurden. Das Auto der beiden Spurensicherer blieb dabei am Einsatzort im Morast stecken.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, das Fahrzeug aus dem Schlamm zu drücken, gelang es dem mit der Grabung beauftragten Unternehmenschef aus Geilenkirchen mit seinem Allradfahrzeug schnell, den Kleintransporter aus der misslichen Lage zu befreien. Mit jedem gefundenen Teil, das eigentlich nicht in die Heide gehört, steigt beim leitenden niederländischen Kriminalbeamten die Zuversicht, dass noch mehr zu finden ist. So geht die Suche am kommenden Montag definitiv weiter.

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