Heerlen: Teilabriss von „t Loon” beginnt am Mittwoch

Von: red/dpa
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Der Boden sackt immer weiter ab: Ein teilweiser Abriss des Einkaufszentrums wird immer wahrscheinlicher. Foto: Gemeinde Heerlen

Heerlen. Am Mittwoch beginnt der Teilabriss des einsturzgefährdeten Einkaufszentrums „t Loon” in Heerlen. Das hat die Stadt am Montagnachmittag bekanntgegeben. Zehn der insgesamt 50 Gebäude werden demnach abgerissen. Der sichere Teil des Komplexes wird dann am Freitag, 23. Dezember, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Bewohner des Wohnhauses über der Mall können am Samstag, 24. Dezember, in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Anwohner reagierten verärgert, da sie vor Heiligabend in ihre Wohnungen zurückkehren wollen. Die meisten wohnen derzeit in einem Hotel. Einige haben auch Unterschlupf bei Verwandten oder Bekannten gefunden.

Heerlen hatte am Wochenende 50 Geschäfte sowie 18 Wohnungen geräumt, nachdem der Boden unter einer Tiefgarage des Zentrums weiter nachgegeben hatte. Erste Risse waren im Oktober entdeckt worden. Fieberhaft suchen Experten nach der Ursache. In Heerlen wurde früher Steinkohle abgebaut.

„Es liegt nicht an der Statik”, sagte die Sprecherin. Das Zentrum war 1965 eröffnet worden. Die Fachleute ziehen den Angaben zufolge auch Spätfolgen des Bergbaus als Ursache in Betracht. Zehn der 50 Geschäfte seien akut gefährdet und sollen abgerissen werden. Die anderen Geschäfte in dem Komplex seien vorsichtshalber geschlossen worden. Die Geschäftsinhaber hatten dem zugestimmt.

Die Betreiber der nicht akut gefährdeten Geschäfte durften am Wochenende die Waren ausräumen. Aber vor allem die Inhaber kleiner Läden machen sich Sorgen, ob sie die Ereignisse wirtschaftlich überleben. Auch die betroffenen Menschen durften Sachen aus den gesperrten Wohnungen holen. Einige machten noch Fotos für die Versicherung. Die Stadt stellte die Gasversorgung für den gesamten Komplex ab.

Die Stadt hatte schnell reagiert, nachdem die Säule der Tiefgarage weiter abgesackt war. Auch andere Stützen standen schief oder hatten weiter nachgegeben. Am Samstag war ein fünf Meter breites und 50 Zentimeter tiefes Loch entstanden.
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