Hausbesitzer wegen 13-fachen Mordversuchs angeklagt

Von: dapd-nrw
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein 43-jähriger Hausbesitzer muss sich wegen versuchten Mordes in 13 Fällen vor Gericht verantworten.

Der Mann soll in der Nacht zum 1. März in einem ihm gehörenden Wohn- und Geschäftshaus die Gasleitung manipuliert haben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Aachen am Freitag mitteilte. Auch soll er in der gleichen Nacht einen Müllsack in dem Gebäude angezündet haben.

Bei dem daraus entstehenden Brand wurden drei Hausbewohner verletzt, einer von ihnen schwebte wegen eigener Rauchvergiftung zeitweise in Lebensgefahr. Insgesamt hielten sich zum Tatzeitpunkt 13 Personen im Haus auf.

Anhand der Spurenlage geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 43-Jährige eine Gasleitung im Keller des Hauses in der Absicht anbohrte, dort mit einer Zündvorrichtung eine Explosion herbeizuführen.

Nach der Tat soll der Mann versucht haben, mit zwei anonymen Briefen an die Polizei und örtliche Medien den Verdacht von sich abzulenken.

Der Hausbesitzer befindet sich seit dem 17. März in Untersuchungshaft. Er bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, die ihn außerdem noch wegen besonders schwerer Brandstiftung, versuchten Herbeiführens einer Explosion, gefährlicher Körperverletzung sowie wegen des Vortäuschens einer Straftat angeklagt hat. Allerdings räumt er ein, der Autor der anonymen Briefe zu sein.

Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.
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