Hauptverkehrsader wird ein Jahr lang umgebaut

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
Die Hauptverkehrsstraße in Va
Die Hauptverkehrsstraße in Vaals wird komplett umgestaltet, vorbereitende Untersuchungen haben bereits begonnen. Foto: Ralf Roeger

Vaals/Aachen. Große Dinge werfen ihre Schatten voraus : Ende dieses Jahres soll der Umbau der Hauptverkehrsstraße im Nachbarort Vaals beginnen. Das ist deswegen ein größeres Problem, weil die Maastrichterlaan nicht nur die Hauptschlagader des an die 10.000 Einwohner zählenden Ortes ist, sondern auch auch die einzige grenzüberschreitende Straße.

Und da nicht nur die Fahrbahn, sondern auch der Kanal darunter zum großen Teil dringend erneuert werden muss, sind genaue Planungen und Abläufe erforderlich.

Um die dafür nötigen Kenntnisse zu erlangen, haben jetzt schon vorbereitende Untersuchungen begonnen. So wird anhand von Bohrungen auf den Fahrbahnen und Bürgersteigen festgestellt, ob beispielsweise in der Deckschicht Teer enthalten ist oder wie der Untergrund beschaffen ist, auch welche Tragfähigkeit er hat. Diese Arbeiten dauern noch bis zur nächsten Woche, sie werden so ausgeführt, dass möglichst wenig Verkehrseinschränkungen verursacht werden.

Wünsche der Anwohner

Nach den bisherigen Vorstellungen sollen die eigentlichen Bauarbeiten Ende 2012 beginnen und etwa ein Jahr andauern. Die Dauer wird nicht nur von den Witterungsbedingungen abhängen, sondern auch von den Wünschen von Anwohnern und Geschäftsleuten, die vor der „Reconstructie” gehörigen Respekt oder sogar ziemlichen Bammel haben. Wird die Straße komplett gesperrt, geht es natürlich flotter, doch diese Variante dürfte ziemlich ausgeschlossen sein, siehe oben.

So wird es wohl Behelfsverkehre geben müssen, mindestens in einer Richtung soll der Verkehr weiter fließen. Und als Übergangslösung soll eine provisorische Umgehungsstraße angelegt werden, die von der Rotunde an der Polizeistation abzweigt und auf die Selzerbeeklaan führt. Die Pläne sollen am Montag, 16. Januar, 19.30 Uhr, im Veranstaltungszentrum De Obelisk im Ortskern vorgestellt werden. Dort können auch die Betroffenen ihre Wünsche äußern.

Um die Pläne der Provinz hatte es in Vaals lange Streit gegeben, umstritten war besonders der breite Mittelstreifen, der den Verkehrsfluss verbessern soll, und der Wegfall der vorhandenen Platanen. Am Ende einigte man sich aber auf einen Kompromiss, der im Ortskern eine weniger breite Mittelinsel vorsieht.

Immer noch nicht gelöst ist allerdings das Problem des Lieferns und Ladens. Lastwagen sollen nämlich künftig nicht mehr auf Fahrbahn und Bürgersteig halten dürfen, sondern ihre Vorräte von drei speziellen Plätzen aus anliefern. Damit dies möglichst umweltfreundlich geschieht, hofft Bürgermeister Reg van Loo auf logistische Unterstützung aus Aachen, etwa durch Vorschläge von Studenten der RWTH.
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