Hambacher Forst: Unbekannte werfen Steine auf Förster

Von: red/pol
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Tagebau Hambach Hambacher Forst
Ein Zusammenhang mit der Anti-Kohle-Protestszene rund um den Tagebau Hambach wird bei den Ermittlungen nicht ausgeschlossen. Foto: Benjamin Jansen

Merzenich/Aachen. Landfriedensbruch und versuchte gefährliche Körperverletzung: Die Polizei ermittelt gegen mehrere unbekannte Tatverdächtige, die am Mittwochnachmittag den Revierförster des Hambacher Forstes und zwei Sicherheitsmitarbeiter der RWE mit faustgroßen Steinen beworfen haben.

Der Revierförster befand sich im Wald, um mehrere durch Metallnägel beschädigte Bäume zu begutachten. Dabei begleiteten ihn zwei Sicherheitsmitarbeiter der RWE. Gegen 15.30 Uhr wurden sie dabei von einer Gruppe von etwa zehn Personen unterbrochen, von denen vier vermummte Täter anfingen, mit Steine auf den Förster und seine Begleiter zu werfen.

Die drei Opfer flohen vor den Steinwerfern, wurden aber noch bis zu ihren Wagen von der Gruppe verfolgt. Erst nachdem sie in Sicherheit waren, zogen sich die unbekannten Täter in den Wald zurück.

Verletzt wurde bei dem Übergriff niemand. Der Förster meldete sich umgehend bei der Polizei, doch die sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Die Täter waren zu diesem Zeitpunkt bereits geflüchtet.

Beamte der Spurensicherung nahmen den Tatort in Augenschein. Die Ermittlungskommission Hambach hat die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

Ein Zusammenhang mit der Anti-Kohle-Protestszene wird bei den Ermittlungen nicht ausgeschlossen.

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