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Hambacher Forst: Aktivisten lehnen Schlichtungsgespräche ab

Von: red
Letzte Aktualisierung:
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Schlichtungsgespräche für den Hambacher Forst? Das sehen die Umweltaktivisten eher kritisch. Foto: Heike Lachmann

Düren. Die Umweltaktivisten im Hambacher Forst halten Absprachen eines möglichen Schlichtungsgespräches für nicht umsetzbar. Das teilten die Aktivisten am Sonntag mit. Die Grünen im Kreis Düren hatten Ende Januar vorgeschlagen, Schlichtungsgespräche zwischen RWE Power und den Aktivisten nach dem Vorbild der Gespräche zu Stuttgart 21 zu führen.

Auf ihrer Internetseite teilten die Aktivisten im Hambacher Forst mit, dass zentrale Forderungen der Proteste für RWE nicht zur Diskussion stünden. Darunter fielen der Tagebau und die weitere Abholzung des Hambacher Forsts.

Hinzu käme, dass es sich bei den Besetzern des Forsts um eine Gruppe mit „offener Struktur“ handele. Selbst wenn sich ein Teil der Gruppe für ein Schlichtungsverfahren aussprechen würde, könne man demnach getroffene Absprachen nicht umsetzen, weil niemand für alle Aktivisten sprechen könne.

Bei RWE Power hatte man sich für Schlichtungsgespräche bislang offen gezeigt.

Der Hambacher Forst nördlich von Merzenich-Morschenich ist seit dem 14. April 2012 mit kurzen Unterbrechungen von einer Gruppe Autonomer besetzt. Sie leben in einem Camp am Waldrand und auf selbst gebauten Baumhäusern, teilweise in bis zu 20 Metern Höhe. Der Forst zählt zu den Gebieten, die größtenteils vom Tagebau Hambach verschlungen wurden, vom Wald ist heute kaum mehr etwas übrig.

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