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Halbzeit im Finale bei Netrace: Mit Technik zum Sieg

Von: Marc Heckert
Letzte Aktualisierung:
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Netracer auf der Sonnenseite der Tabelle: Mit stolzen 49,5 von 50 Punkten hat die Gruppe „Polygon-Lasso-Werkzeug“ der Realschule Linnich mit Lehrer Andreas Lehnen (rechts) realistische Chancen, auch am Ende des Wettbewerbs im Licht zu stehen. Foto: Heckert

Aachen. „Polygon-Lasso-Werkzeug“: Der Name, den sich dieses Team von der Realschule Linnich gegeben hat, hat es in sich. Es ist der zweitlängste im gesamten verbliebenen Teilnehmerfeld – länger ist nur noch „TurboFurbo: The Next Generation“ vom ein paar Kilometer weit entfernten Gymnasium Zitadelle der Stadt Jülich.

Gemeinsam haben beide Teams, dass sie nach der ersten Finalrunde der Internetrallye Netrace von unserer Zeitung und NetAachen ganz oben an der Tabelle stehen. Die Linnicher mit 49,5 von 50 Punkten ein halbes Pünktchen vor den Jülichern. Länge läuft also?

Nicht nur. Dass es im Leben eher auf die Technik ankommt, haben die Linnicher gut verinnerlicht. Die 14 Zehntklässler haben ein wirkungsvolles System aufgebaut, sich ohne Zeitverluste durch die Aufgabenblöcke zu arbeiten. Per Beamer werden die jeweiligen Zwischenstände an die Wand im Computerraum der Schule geworfen.

„Wenn eine Gruppe fertig ist, korrigiert sie die Ergebnisse der nächsten“, erklärt Schüler Yannick Pungg. Apropos Erklärung: Woher kommt denn nun der Name der Gruppe? Die Antwort lautet: Es ist kompliziert. Es hat etwas mit der Bildbearbeitungssoftware Photo-shop und einem Ausruf in einem Comic zu tun. Das muss als Erklärung reichen.

Wenn am Dienstag kommender Woche die letzte Runde des neunten Netrace anläuft, wird sich zeigen, wie gut die verbliebenen Teams aus der Region ihre Technik im Griff haben. Flüchtigkeitsfehler können sie sich dann jedenfalls nicht mehr erlauben.

Fehler etwa, wie auf die Frage nach dem Namen einer Aktion, bei der man charakteristische Töne auf einer Webseite hochladen konnte, als Antwort „Stadtklang“ anzugeben – statt des richtigen „Stadtklang 2015“. Ein kleiner Lapsus, der in der ersten Finalrunde nicht nur den Linnichern einen halben Punkt Abzug eingebrockt hat.

„Es ist immer wieder das gleiche Thema“, sagt Marianne Weiß vom medienpädagogischen Institut Promedia Maassen aus Alsdorf, dem Organisator des Netrace. Sie ist für die Auswertung der Fragen zuständig. Den Schülern rät sie für die anstehende letzte Runde noch einmal zu äußerster Genauigkeit: „Das A und O beim Netrace ist das richtige Lesen, die richtige Texterfassung“, betont sie. Nur wer ein Problem ganz genau versteht, könne es richtig lösen. Aber das gilt ja eigentlich auch für den Rest des Lebens – irgendwann nach dem Netrace.

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