Haftstrafen für Diebe, die in der Region aktiv waren

Von: Wolfgang Schumacher
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Aachen. Bei der Stürmung der Wohnung des Angeklagten Bledar G. (26) Anfang August 2015 in Stolberg stieß die Polizei auf vier gepackte Koffer mit Diebesgut und einen zum Transport fertiggepackten Kühlschrank. Als die Polizei den Eisschrank öffnete, kam den Beamten ordentlich und sauber verschnürte Diebesware entgegen.

Darunter befanden sich in den umliegende Städten und Orten geklaute wertvolle Kameras, Objektive, Handys, Tablets und MacBooks, die jetzt zum Abtransport nach Albanien bereitstanden.

Mit Bledar G. war damals der ebenfalls vor der 1. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht wegen Bandendiebstahls mitangeklagte Floriant R. (34) festgenommen worden, eine Einbruchsserie in der Region von Langerwehe, über Simmerath, Roetgen und Rott, Stolberg, Schevenhütte und Aachen-Brand fand damit nach Monaten endlich ein Ende.

Zwar konnte den zweien nicht die Mitgliedschaft in einer Bande nachgewiesen werden, doch das gestrige Urteil der 1. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht war eindeutig. Bledar G. erhielt für mehr als 20 nachgewiesene Einbrüche eine Haftstrafe von sechs Jahren, sein Partner Floriant R. wurde zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

Man habe nicht mit Sicherheit nachweisen können, dass an den Einbrüchen mehr Einbrecher als diese beiden beteiligt waren, erklärte die Vorsitzende Richterin Regina Böhme in der Urteilsbegründung. Doch die Kammer war überzeugt, dass es „sicherlich noch mehr Einbrecher gab“, sagte Böhme. So hatte man bei der Stürmung der Wohnung von G. in Stolberg ein offenes Küchenfenster und einen hastig verlassenen Frühstückstisch mit qualmenden Zigarettenresten vorgefunden, es muss eine knappe Sache gewesen sein.

Die mutmaßliche Bande zeigte keine Hemmungen, auch dann in Wohnungen einzubrechen, wenn noch jemand zu Hause war. So wurden eine Reihe von Opfern auch dadurch geschädigt, dass sie nach den Einbrüchen nicht mehr ruhig schlafen konnten und sich in psychologische Behandlung begeben mussten.

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