Haftstrafe wegen Vergewaltigung einer Behinderten

Von: dpa
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Köln. Für die Vergewaltigung seiner geistig schwer behinderten Nichte (44) ist ein 63-jähriger Rentner am Donnerstag in Köln zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht verurteilte ihn wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Widerstandsunfähigen.

Der aus der Türkei stammende Angeklagte hatte die Tat vor Gericht zunächst abgestritten und auf den Koran geschworen, dass er unschuldig sei. Die Tat sei vielmehr eine Intrige von Verwandten gewesen, die die Nichte zu ihrer Aussage manipuliert hätten, so seine Version.

Doch nachdem sich in der Hauptverhandlung eine erdrückende Beweislage gegen ihn ergab, nicht zuletzt durch die glaubhafte Aussage seines Opfers im Zeugenstand und durch eindeutige DNA-Spuren, entschloss sich der Angeklagte zu einem Geständnis.

Dies konnte nach Einschätzung des Gerichts aber nur noch begrenzt strafmildernd wirken, weil es so spät kam. Die Richter gingen noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die zwei Jahre und elf Monate Haft gefordert hatte.

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