Haaren: Mieter steht unter Mordverdacht

Von: dapd/stm
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Aachen. Der gewaltsame Tod einer 72-jährigen Frau in Haaren ist offenbar aufgeklärt. Die Frau sei anscheinend im Streit um Mietschulden von einem ihrer Mieter getötet worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Gegen den 44 Jahre alten Tatverdächtigen wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Angehörige hatten die Frau am 13. April tot in ihrem Haus entdeckt. Bei den Ermittlungen befragte die Polizei unter anderem auch die Mieter des Opfers. Dabei verwickelte sich der 44-Jährige in Widersprüche, er wurde zudem durch Spuren am Tatort belastet.

Die Mordkommission geht davon aus, dass der Mann die Rentnerin am Abend des 12. April aufsuchte, um sie zu einer Stundung seiner Mietrückständen zu bewegen. Dieses Gespräch eskalierte und führte letztlich zu Handgreiflichkeiten - und anschließend zu einer so genannten „Verdeckungstat”. Deswegen lautet der Vorwurf auf Mord und nicht etwa auf Totschlag.

Der 44-Jährige hatte die Tat bei der Polizei bestritten und behauptet, die Vermieterin sei bei seinem Eintreffen bereits tot gewesen. Der zuständige Ermittlungsrichter aber sah die Ermittlungsergebnisse zumindest als so aussagekräftig an, dass er einen Haftbefehl erließ. Der Verdächtige sitzt seither hinter Gittern.

Gefunden worden war die Frau am Tag nach der Tat, also am 13. April. Zunächst hatte einiges auf einen Treppensturz hingedeutet. Die Leiche lag nach AZ-Informationen am Fuß der Kellertreppe. Doch dass da etwas nicht stimmt, merkten Polizei, Rettungskräfte und Notarzt flott. Zwar deutete nicht direkt etwas auf einen Kampf hin, im oberen Hausbereich fanden sich jedoch Blutspuren. Eine Obduktion brachte schließlich die Gewissheit, dass es sich um Mord handelte.

Die Ermittler gehen von folgender Version aus: Um 21 Uhr soll der Mann an jenem Dienstag beim späteren Opfer geklingelt haben. Offenbar öffnete die Frau die Tür. Es gab jedenfalls keine Einbruchsspuren und es wurde nach AZ-Informationen nichts geraubt. Wenn aber der Mieter, wie er selbst sagt, in dem Haus gewesen sein will, als die Frau schon tot war, wie soll er dann hineingekommen sein? Die Haustüre soll jedenfalls nicht offengestanden haben, sondern einen hintere Tür - was darauf schließen lässt, dass der Mann vorne eingelassen wurde und hinten heraus flüchtete.
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