Gutachter bestätigt die Aussage des Mordangeklagten

Von: wos
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Aachen. Nach ausführlichen Einblicken in das Familienumfeld des am 17. Januar mit einem Jagdgewehr von seinem Freund erschossenen Johann P. haben am Mittwoch vor der Aachener Schwurgerichtskammer Berichte der Sachverständigen begonnen.

Der Bonner Rechtsmediziner Christian Schyma bestätigte weitgehend den vom mutmaßlichen Täter, dem wegen Mordes angeklagten Ralf S. (45) aus Kall, angegebenen Tatablauf.

Danach hielt der Täter dem Opfer im Keller des Autohauses auf dem ersten Treppenabsatz unmittelbar die doppelläufige Jagdflinte in die Seite und drückte ab. Dabei habe das Opfer auf der ersten Stufe oder einem stufengleichen Absatz unten an der Kellertreppe gestanden. Das Projektil streifte den Oberarm des 32-jährigen Johann P. und zerriss dann dessen Herzen, um an der anderen Körperseite wieder auszutreten.

Der erste Schuss sei ein „Flintenlaufgeschoss” gewesen und wurde aus unmittelbarer Nähe abgefeuert, das belegten Schmauchspuren an der Jacke des Toten. Erst der zweite Schuss an einer Arbeitsgrube über der Treppe in den Nacken des Opfers sei eine Schrotladung gewesen. Beide Schüsse hätten unabhängig voneinander tödliche Wirkung gehabt.

Der forensischer Psychologe Hanns Jürgen Kunert stellte beim Angeklagten eine „Intelligenz im mittleren Normbereich” fest, die allerdings beim Begreifen vielschichtiger Zusammenhänge Schwächen habe. Dadurch entstehe eine leichte Reizbarkeit und Labilität, die er jedoch nicht als krankhaft bewertet. Der Prozess geht am Montag weiter.

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