Günter Rosenke kandidiert parteilos

Von: kr
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Euskirchen. Bei der Landratswahl im Kreis Euskirchen im Mai 2010 will Amtsinhaber Günter Rosenke (CDU) als parteiunabhängiger Kandidat antreten. Für die CDU geht Clemens Pick ins Rennen. Als Begründung nannte Rosenke unter anderem den knappen Wahlausgang bei der Nominierung.

Er sprach von einer „punktuellen Zufallsmehrheit” zugunsten Picks. Außerdem habe er viele aufmunternde Anrufe erhalten. Beim Kreisparteitag Ende Januar war der Landtagsabgeordnete und Kreisparteivorsitzende Clemens Pick aufgestellt worden. Für Rosenke, seit zehn Jahren im Amt, kam das nach eigener Auskunft überraschend. Die CDU Euskirchen war wochenlang in Aufruhr.

Rosenke, sagte der stellvertrenten Vorsitzende der Kreispartei Horst Sturm, habe in den letzten Jahren im Kreishaus zunehmend selbstherrlich agiert und so die Bindung zu seiner Partei verloren. Daher habe der Parteivorstand Rosenke bereits im März vergangenen Jahres die Gelbe Karte gezeigt: Entweder ändere er sein Verhalten gegenüber der Partei, oder aber man werde „Alternativen zur Personalie Rosenke” suchen.

Kleinerer Dienstwagen

Von der eigenen Parteibasis mochte sich der Weilerswister entfernt haben, doch bei den Kreisbürgern ist seine Popularität immer groß. Weg seiner Präsenz in der Öffentlichkeit nannte ihn die Opposition schon in der ersten Amtsperiode einen „Grußonkel” - was ihm bei der Landratswahl im September 2004 zu immerhin 55,3 Prozent der Wählerstimmen verhalf.

Das nützte ihm im CDU-internen Zwist nichts. Das angespannte Verhältnis zu den Bürgermeistern blieb, die Kreispartei zog daraus ihre Konsequenzen. Beim Kreisparteitag votierten 299 Mitglieder für Clemens Pick, für Rosenke gerade mal zehn weniger: 289 erhielt der bitter enttäuschte Weilerswister.

Pick beteuerte, dass seine Entscheidung, gegen den Amtsinhaber anzutreten, die schwerste politische Entscheidung in den 44 Jahren seiner CDU-Mitgliedschaft gewesen sei. Er kandidiere, weil er in seiner Vita noch das Landratsamt brauche, sondern, weil er als Landrat eine neue Politik mit der CDU machen wolle. Sparsamkeit und Effizienz, so sagte Pick, dies werde er als Landrat anstreben. „Wenn ich Landrat werde, wird der nächste Dienstwagen kleiner sein.”
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