Grünenthal begrüßt Entwurf für Contergan-Stiftungsgesetz

Von: epd
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Contergan / Christian Knabe / Hände
Christian Knabe zeichnet mit seinen contergangeschädigten Händen. Foto: dpa

Aachen. Die Pharmafirma Grünenthal in Aachen hat den Entwurf eines neuen Contergan-Stiftungsgesetzes begrüßt, der am Donnerstagnachmittag in den Bundestag eingebracht werden sollte.

Das Inkrafttreten des neuen Gesetzes sei die rechtliche Voraussetzung dafür, die im vergangenen Jahr zugesagte freiwillige Zahlung von 50 Millionen Euro an die Conterganstiftung leisten zu können, erklärte Grünenthal am Donnerstag in Aachen. Die Pharmafirma kündigte an, diesen Betrag bis zum 15. Juli auf das Stiftungskonto zu zahlen.

Das Gesetz sieht vor, dass die Grünenthal GmbH 50 Millionen Euro in die Conterganstiftung einbringt und zusätzlich weitere Mittel in gleicher Höhe aus dem Kapitalstock der Stiftung an die Betroffnen ausgezahlt werden. Insgesamt sollen also künftig 100 Millionen Euro nach Angaben des Bundestages zusätzlich zu den jetzigen Leistungen als jährliche Sonderzahlungen ausgeschüttet werden.

Für diese Sonderzahlungen sei ursprünglich ein Zeitraum von 35 Jahren vorgsehen, der nun auf 25 Jahre gekürzt worden sei, erläuterte Grünenthal. Die Pharmafrima unterstützt nach eigenen Worten diese Verkürzung auf Wunsch des Verbandes Contergangeschädigter. In Deutschland leben rund 2.450 Männer und Frauen mit Behinderungen durch Contergan.

Sie sind zwischen 45 und 50 Jahren alt. Im Ausland leben nach Angaben des Bundesverbandes weitere 350 Menschen, die ebenfalls Anspruch auf die Rente haben, weil sie durch Lizenzprodukte des Contergan-Herstellers geschädigt worden sind. Grünenthal hatte 1957 das Schlafmittel Contergan, nach dessen Einnahme Tausende schwangere Frauen missgebildete Kinder bekamen, auf den Markt gebracht.
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